Heinz Müller lässt kein gutes Haar an seinem früheren Trainer Thomas Tuchel. „Was er mit mir gemacht hat, war Mobbing hoch zehn“, so der Keeper im ‚kicker‘ über seinen Übungsleiter bei Mainz 05. Der offiziell beurlaubte Coach habe ihn damals vor der gesamten Mannschaft beleidigt. Unter anderem hat Tuchel dem Schlussmann „ins Gesicht gesagt: Geh’ zum Manager und lass dich ausbezahlen.“ Er werde ab sofort „weder die Nummer 1 noch die Nummer 2, die Nummer 3 oder die Nummer 4 mehr sein“.

Nach seiner Degradierung im Winter 2014 zu den Amateuren war der Routinier entsetzt, als er in der Umkleidekabine an seinen Schrank ging: „Der Spind war ausgeräumt, sogar die Bilder meiner Kinder waren rausgerissen und in eine Kiste geworfen, die neben der Toilette stand.“ Tuchel, so der 36-Jährige auch im Abstand von über einem Jahr, „ist ein Diktator“. Müller sorgte zuletzt für Aufsehen, als seiner Klage auf Weiterbeschäftigung bei den Rheinhessen trotz auslaufendem Vertrag stattgeben wurde. Ein Urteil, das den Transfermarkt unter Umständen revolutionieren könnte.