Ob Real Madrid am Mittwochabend auch mit Paul Pogba im Mittelfeld mit 0:3 bei Paris St. Germain baden gegangen wäre? Trainer Zinedine Zidane stellt sich diese Frage mit Sicherheit – schließlich war sein französischer Landsmann sein Wunschspieler Nummer eins.

Manchester United wollte den Weltmeister aber unter keinen Umständen abgeben – und sowohl Real als auch der wechselwillige Pogba mussten sich damit abfinden. Schließlich saßen die Red Devils am längeren Hebel, der 26-Jährige ist noch bis 2021 an United gebunden. Doch das wollen Ole Gunnar Solskjaer und Co. nun ändern.

Machtposition vermeiden

Denn wie der ‚Evening Standard‘ berichtet, möchte United seinem Superstar einen neuen langfristigen Vertrag anbieten. Damit plane man, eine Machtposition des Spielers im kommenden Sommer zu verhindern. Ein Jahr vor Vertragsende wäre Pogba schließlich unweigerlich auf dem Markt.

United verfügt über die für den Verein obligatorische Option, das Arbeitspapier um ein Jahr zu verlängern. Die Klubspitze wolle jedoch weitere Spannungen mit Pogba vermeiden und daher lieber einen neuen Vertrag samt deutlichem Gehaltssprung aufsetzen, um Pogba vom Verbleib zu überzeugen.

Erfolg bei de Gea

Dass Hartnäckigkeit belohnt wird, zeigte jüngst das Beispiel David de Gea. Der Keeper war schon mehrere Male auf dem Sprung, ehe es Manchester gelang, den Spanier mit einem Traumsalär doch noch zu verführen. Am Montag verlängerte de Gea bis 2023. Gestern setzte auch Victor Lindelöf seine Unterschrift, Jesse Lingard und Mason Greenwood sollen folgen.

WunschdenkenFT-Meinung: Und Pogba? Dass United versucht, sein Aushängeschild langfristig zu binden, ist nur logisch. Doch sollte man nicht zu große Hoffnungen in die Bemühungen setzen. Pogba betonte bereits, dass er eine Luftveränderung braucht. Und ein Team, mit dem er reelle Chancen auf den Champions League-Titel hat. Ob das derzeit Real wäre, sei nach dem 0:3 gegen PSG einmal dahingestellt. Aber vielleicht wäre es mit Pogba in Paris ja anders gelaufen?