Marc-André ter Stegen ist mit seiner Situation beim FC Barcelona alles anderes als zufrieden. Hinter Claudio Bravo spielt der Keeper nur die zweite Geige. Während der Chilene in der Liga gesetzt ist und somit jedes Wochenende zum Einsatz kommt, muss ter Stegen geduldig den Spielen in den Pokalwettbewerben entgegen fiebern. Nach dem Aus in der Champions League steht für den Ex-Gladbacher in dieser Saison nur noch das Spiel im nationalen Pokalfinale gegen den FC Sevilla auf der Agenda.

Ter Stegen betrachtet die Lage nüchtern. „Die Situation ist, wie sie ist. Der Trainer entscheidet und stellt die Mannschaft auf. Am Ende der Saison werde ich ungefähr 25 Spiele gemacht haben.“ Der 23-Jährige weiß aber auch, dass das für seine langfristigen Ambitionen nicht ausreichend ist. „Auf Dauer sind diese 25 Spiele pro Saison nicht genug für mich“, so ter Stegen, der um einen Platz im EM-Kader der Nationalmannschaft kämpft. Interessenten für einen Transfer gibt es genug – unter anderem Manchester City und der FC Liverpool haben ihren Hut in den Ring geworfen.

Ein Abgang aus Katalonien schien sich aber bislang als schwierig zu gestalten. Der Plan des FC Barcelona sah vor, den deutschen Torhüter noch bis 2017 in Konkurrenz mit Bravo zu stellen und die Situation dann neu zu beleuchten. Jetzt werden die Karten womöglich neu gemischt. Nach Informationen der ‚Sun‘ haben die Katalanen Kasper Schmeichel von Leicester City auf dem Zettel. Das britische Boulevardblatt nennt umgerechnet rund 19 Millionen Euro als Ablöse für den Dänen. Darüber hinaus sollen Fraser Forster vom FC Southampton sowie Thibaut Courtois vom FC Chelsea eine Alternative sein.

Und auch wenn Leicester-Coach Claudio Ranieri jüngst 125 Millionen für Schmeichel aufgerufen hat – klopft der Weltklub aus Barcelona an, wird man sich auch beim designierten Sensationsmeister der Premier League mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Findet der dänische Nationaltorwart tatsächlich den Weg ins Camp Nou, wäre der Weg frei für einen Abschied von Marc-André ter Stegen.