Die spanischen Medien sind sich einig: Julen Lopetegui muss noch heute seinen Hut nehmen bei Real Madrid. Nach Informationen der ‚Marca‘ setzt sich Präsident Florentino Pérez in diesen Stunden mit seinen wichtigsten Kollegen zusammen, um über die Zukunft des Trainers zu entscheiden. Wie diese Debatte ausgeht, scheint klar.

Auch die anderen großen Zeitungen des Landes sind sicher, dass Lopeteguis Uhr nach der bitteren 1:5-Klatsche gegen den FC Barcelona abgelaufen ist. Auch nach 14 Partien unter seiner Leitung gelang es dem 52-Jährigen nicht, dem amtierenden Champions League-Sieger eine funktionierende Spielidee einzuimpfen. In der Defensive offenbart das Team ungeahnte Schwächen, nach vorne fehlt die Durchschlagskraft.

Lopetegui selbst gibt sich weiterhin kämpferisch, sagte nach der Pleite im Clásico: „Ich habe meine Stärken. Wir sind erst im Oktober. Ich würde gerne im April und Mai noch dabei sein, um zu sehen, was dann passiert. Wir können immer noch Titel gewinnen.“ Auch die Medien geben dem Übungsleiter bei weitem nicht die Alleinschuld an der Krise. Präsident Pérez steht aufgrund seiner Transferpolitik aus dem Sommer ebenso heftig in der Kritik.

Bei anhaltendem Misserfolg müssen aber bekanntlich Köpfe rollen. Der vom Vereinsboss wird es auch dieses Mal nicht sein. Stattdessen muss wohl Lopetegui dran glauben. Als Nachfolger steht Antonio Conte in den Startlöchern. Ob der Defensivfanatiker aus Italien bei den Real-Fans neue Begeisterung auslösen wird, ist allerdings äußerst fraglich.