Positionswechsel: Muss sich Kimmich neu erfinden?

von Dominik Schneider
1 min.
Joshua Kimmich bei der Platzbegehung @Maxppp

Die Formkurve von Joshua Kimmich zeigt seit geraumer Zeit nach unten. Nun erhält der Bayern-Profi von zwei Trainern die Möglichkeit, sich neu zu beweisen.

Für Joshua Kimmich gab es in seiner Karriere schon deutlich angenehmere Zeiten. Der Mittelfeldstratege läuft seiner Topform hinterher und sieht sich seit längerem schon großer Kritik ausgesetzt. Deshalb steht der 29-Jährige an einem wichtigen Scheidepunkt seiner Karriere.

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Und in dieser schwierigen Phase bekommt Kimmich nun von zwei Trainern eine Chance. Im ‚Spiegel‘-Interview verriet Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits, dass er mit Kimmich als Rechtsverteidiger plant. Mit der Rückkehr von Toni Kroos habe das nichts zu tun, so Nagelsmann. „Er hätte im Übrigen auch rechts hinten gespielt, wenn Kroos nicht zurückgekehrt wäre“, betont der Coach.

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Ähnliches hat wohl auch Thomas Tuchel mit dem ehrgeizigen Nationalspieler vor. Im Topspiel gegen RB Leipzig (18:30 Uhr) bietet Tuchel Kimmich ebenfalls hinten rechts auf. Natürlich fehlen den Bayern mit Noussair Mazraoui (26) und Sacha Boey (23) gleich zwei etatmäßige Rechtsverteidiger, Konrad Laimer (26) kehrt heute nach längerer Pause erstmals in den Kader zurück.

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Vorbilder aus der Premier League

Dennoch sollte Kimmich das Spiel heute gegen die Sachsen nicht als Zwang verstehen. Um international wieder als der wichtige Spieler wahrgenommen zu werden, der er in der Vergangenheit war, ist es vielleicht nötig, dass sich Kimmich neu erfindet. Seine Spielmacher-Qualitäten muss er nicht zwangsläufig über eine zentrale Position einbringen. Gleiches gilt für seinen Führungsanspruch auf dem Platz.

Ähnlich haben es Trent Alexander-Arnold (25) beim FC Liverpool oder Alexander Zinchenko (27) beim FC Arsenal schon getan. Ein einrückender Außenverteidiger, der im modernen Fußball die Rolle einnehmen kann, die früher fast ausschließlich zentral agierenden Spielern vorbehalten war. Nimmt Kimmich diese Chance wahr, könnte er seinen zweiten Frühling erleben und in der Nationalmannschaft sowie für die Bayern wieder an alte Erfolge anknüpfen.

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