Meyer: England-Wechsel kein Fehler – Köln-Zukunft offen

Eigentlich wollte Max Meyer in der englischen Premier League groß durchstarten. Rund zweieinhalb Jahre nach seinem Wechsel zu Crystal Palace kämpft der 25-jährige nun mit dem 1. FC Köln um den Klassenerhalt. Nun spricht der Mittelfeldspieler über seinen Werdegang.

Max Meyer im Trikot des 1. FC Köln
Max Meyer im Trikot des 1. FC Köln ©Maxppp

Das Prädikat Weltklasse verdienen im Fußball nur wenige Spieler. Max Meyer bekam es im Jahr 2018 verliehen – von seinem eigenen Berater Roger Wittmann, während dieser harte Vertragsverhandlungen mit Schalke 04 führte. Ein neues Arbeitspapier auf Schalke brachte die kontroverse Aussage Meyer nicht ein.

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Für den vierfachen Nationalspieler ging es in jenem Sommer ablösefrei zu Crystal Palace. Zweieinhalb Jahre, 56 Einsätze, zwei Tore und drei Assists später ist die Zeit des gebürtigen Oberhauseners in London vorbei. Die Eagles lösten den Vertrag mit Meyer, der zuletzt nur noch in der zweiten Mannschaft spielen durfte, vorzeitig auf. Das Ende eines Missverständnisses.

Wechsel kein Fehler

Von der ‚Bild‘ danach gefragt, ob sein Wechsel in die Premier League ein Fehler war, konzentriert sich Meyer aber lieber aufs Positive: „Fehler würde ich nicht sagen, ich habe dort viel gelernt. Natürlich waren die letzten drei, vier Monate nicht schön. Die ersten anderthalb Jahre hatte ich meine Einsätze. Ich habe insgesamt über 60 Spiele gemacht.“ Die Premier League sei „nicht zu unterschätzen“.

Der 25-Jährige führt im Interview mit der Tageszeitung aus: „Ich komme in ein neues Land, die Kultur ist anders, die Liga physisch sehr stark, viele Teams spielen gegen den Abstieg. Ich war der Einzige im Team, der Deutsch spricht und mein Englisch war noch nicht gut. Es war auch nicht so wie in der Bundesliga, wo die Klubs einen Sprachlehrer organisieren. Das habe ich allein gemacht und mit einem Sprachprogramm auf dem Handy gelernt.“

Seit Januar steht Meyer nun beim 1. FC Köln unter Vertrag – finanziell ein deutlicher Rückschritt für den Mittelfeldspieler. Ein Problem für ihn? „Nein, nullkommanull. In der Zeit, in der man nicht spielt, merkt man, dass Geld nicht das Wichtigste ist. Das unfassbar tolle Gefühl, am Wochenende auf dem Platz zu stehen, ist durch nichts zu ersetzen. Das ist keine Floskel, das ist wirklich so. Ich habe auf viel Geld verzichtet, um nach Köln zu kommen und Spaß beim Fußballspielen zu haben.“

Köln-Zukunft offen

Sein Vertrag in der Domstadt läuft noch bis zum Saisonende. Wie es danach weitergeht, ist offen. „Darüber werden wir am Ende der Saison sprechen. Ich will helfen, Köln in der Liga zu halten – das ist das Wichtigste“, so Meyer, „natürlich will ich so viel wie möglich spielen. Und natürlich ist Köln auch eine Option für die Zukunft.“ Am heutigen Samstag gastiert Meyer mit den Geißböcken bei Union Berlin (Anstoß 15:30 Uhr).

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