Das zweite WM-Gruppenspiel für die deutsche Nationalmannschaft steht an. In Toronto wird das DFB-Team am Samstagabend (22 Uhr) auf die Elfenbeinküste treffen.
Der WM-Auftakt ist der deutschen Nationalmannschaft gelungen. Mit 7:1 wurde Curaçao abgefertigt. Ein echter Test war die Begegnung mit der Karibikinsel aber nicht. Gegen die Elfenbeinküste sieht das anders aus. Die Ivorer sind nach dem 1:0-Erfolg über Ecuador der direkte Konkurrent im Kampf um den Gruppensieg.
Vor allem über die Flügel strahlen die Westafrikaner Gefahr aus. Yan Diomande, Bazoumana Touré, Evan Guessand, Amad Diallo und Nicolas Pépé können dank ihrer exorbitanten Geschwindigkeit für große Probleme in der Defensive des DFB-Teams sorgen. Daher gilt es für die Mannschaft von Julian Nagelsmann, die Balance zu wahren und aus einer stabilen Verteidigung heraus, selbst stets Offensivgefahr auszustrahlen.
Im Geheimtraining ließ Nagelsmann verschiedene Varianten trainieren. Unter anderem ein System mit Dreier- bzw. Fünferkette. Leroy Sané könnte dabei eine besondere Rolle in der Defensive als rechter Schienenspieler zugewiesen werden. Die taktische Variabilität kann eine Waffe gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner sein. Sie birgt allerdings auch das Risiko, dass Automatismen verloren gehen, wenn zu viel verändert wird.
In der Nacht von Freitag auf Samstag werden Nagelsmann und Jonathan Tah gegen 00:45 Uhr zur Abschlusspressekonferenz erscheinen. Eventuell gewährt der Bundestrainer dann schon ein paar Einblicke in seine Gedanken. Es darf zunächst davon ausgegangen werden, dass die Startelf aus dem ersten Gruppenspiel eine weitere Chance erhält. Überraschungen bei Taktik und Personal sind aber nicht ausgeschlossen.
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