Trainerkarussell XXL: Wer wo gehandelt wird

Selten in der Vergangenheit hat das Bundesliga-Trainerkarussell so wilde Züge angenommen wie aktuell. Die halbe Liga hält nach dem künftigen Übungsleiter Ausschau – FT verschafft einen Überblick.

Zahlreiche Trainer könnten zur kommenden Saison den Klub wechseln
Zahlreiche Trainer könnten zur kommenden Saison den Klub wechseln ©Maxppp

FC Bayern

Zumindest offiziell ist noch nicht bestätigt, dass Hansi Flick als Trainer des FC Bayern aufhört, mit einem Verbleib des 56-Jährigen ist aber trotzdem nicht zu rechnen. Wunschlösung der Verantwortlichen war nach FT-Informationen für einen solchen Fall eigentlich Thomas Tuchel, der Chelsea-Coach sitzt an der Stamford Bridge aber zu fest im Sattel. Heißester Kandidat ist deshalb Julian Nagelsmann vom FC Bayern, RB Leipzig wird jedoch versuchen, den Erfolgscoach zu halten.

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Eine komplizierte Trainersuche also, die mit der Anstellung eines Überraschungskandidaten enden könnte. Ein solcher wäre Oliver Glasner, den die Münchner nach FT-Informationen auf der Liste haben, oder Erik ten Hag von Ajax Amsterdam. Der Wolfsburger hat jedoch nur Außenseiterchancen. Kein Thema ist hingegen Massimiliano Allegri, der von italienischen Medien mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde.

RB Leipzig

Priorität hat bei den Sachsen der Verbleib von Julian Nagelsmann, gesichert ist dieser aber nicht. Sollte der 33-Jährige den Lockrufen des FC Bayern nachgeben, bräuchte RB einen neuen Coach. Beim Schwesterverein aus Salzburg steht Jesse Marsch bereit, der laut der ‚Sport Bild‘ die Wunschlösung in Leipzig ist. Sollte sich der 47-Jährige jedoch gegen einen Wechsel oder für einen anderen Klub entscheiden, müsste RB umdisponieren. Die ‚Sport Bild‘ spekuliert für den Fall mit den Namen Pellegrino Matarazzo (VfB Stuttgart), Roger Schmidt (PSV Eindhoven) und Erik ten Hag (Ajax Amsterdam).

VfL Wolfsburg

Ein Glasner-Abschied aus Wolfsburg würde überdies den VfL in den Kreis der Trainerfahnder rücken. Die ‚Sport Bild‘ bringt nun den Namen Mark van Bommel bei den Niedersachsen ins Spiel. Der einstige Aggressive Leader des FC Bayern war der Vorvorgänger von Roger Schmidt bei der PSV, seit Dezember 2019 steht er ohne Job da.

Eintracht Frankfurt

Der nächste Klub, der mit Oliver Glasner in Verbindung gebracht wird, ist die Frankfurter Eintracht. Auf der SGE-Liste sollen aber auch Roger Schmidt und Sandro Schwarz stehen. Erik ten Hag wurde gar schon als Frankfurter „Königslösung“ betitelt. Bevor die Trainersuche Fahrt aufnehmen kann, muss die Eintracht aber zunächst einen neuen Sportvorstand präsentieren, der sich dieser Aufgabe annimmt. Fredi Bobic zieht es bekanntlich zu Hertha BSC.

Bayer Leverkusen

Bis zum Saisonende ist Hannes Wolf noch vom DFB an die Werkself ausgeliehen. Argumente für eine Weiterbeschäftigung konnte der 40-jährige Interimstrainer bisher kaum liefern. Die Suche nach einem neuen Coach läuft also unterm Bayer-Kreuz. Laut der ‚Sport Bild‘ ist Jesse Marsch von RB Salzburg „Wunschtrainer“ in Leverkusen – wie auch in Leipzig. Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) und Gerardo Seoane (Young Boys Bern) gehören dem Fachblatt zufolge ebenfalls zum „engeren Kreis“.

Hertha BSC

Auch in der Hauptstadt halten sie Augen und Ohren offen. Amtsinhaber Pál Dárdai hat laut ‚Sport Bild‘ durchaus Chancen, seinen bis Juni 2022 datierten Vertrag zu erfüllen – die Zahl seiner Fürsprecher wächst. Dennoch bleibt es wahrscheinlich, dass die Berliner einen neuen Übungsleiter präsentieren. Mit Roger Schmidt, aktuell noch bis 2022 bei der PSV Eindhoven unter Vertrag, sollen Gespräche anstehen. Diskutiert wurde zudem der wie Schmidt schon mehrfach erwähnte Oliver Glasner.

1. FC Köln

Um das Geißbockheim kreisen schon länger Berichte und Spekulationen, die auf den FC-Trainerposten zielen. Gerade erst hat Friedhelm Funkel von Markus Gisdol übernommen, wird aber sicher nur bis Sommer in der Domstadt tätig sein. Für die Zeit danach könnten sich die Kölner einen alten Bekannten schnappen: Peter Stöger wird am Saisonende bei Austria Wien aussteigen und hat laut ‚Sport Bild‘ Bereitschaft für eine Rückkehr signalisiert. Gespräche sollen folgen. Auch Steffen Baumgart und Bruno Labbadia wurden schon gehandelt.

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