BVB: Dahoud betreibt Eigenwerbung und will bleiben

Seit 2017 spielt Mahmoud Dahoud bei Borussia Dortmund. Der Durchbruch blieb ihm seither verwehrt – im Revierderby betrieb er am Samstag kräftig Eigenwerbung.

Mahmoud Dahoud im Derby gegen Schalke 04
Mahmoud Dahoud im Derby gegen Schalke 04 ©Maxppp

Am Donnerstag meldete sich der Kaiser zu Wort. Lange hatte man nichts mehr von Franz Beckenbauer in der Öffentlichkeit gehört, kurz vor dem Restart der Bundesliga gab der Weltmeister von 1974 aber mal wieder eine Prognose ab.

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„In der Bundesliga werden wir plötzlich ganz ,neue‘ Spieler entdecken“, sagte Beckenbauer gegenüber der ‚Bild‘, „das wird die Chance der Trainings-Weltmeister. Die profitieren von leeren Rängen, können wie im Training aufdrehen. Da kann es einige Überraschungen geben“.

Dahoud dreht auf

Eine der ‚Entdeckungen‘ des ersten Spieltags nach der Coronapause war Mahmoud Dahoud von Borussia Dortmund. Klar: Der 24-Jährige hat auch vor großem Publikum bereits nachgewiesen, zu tollen Leistungen imstande zu sein. Insbesondere, als er noch das Trikot von Borussia Mönchengladbach trug.

Allzu oft durfte er sein Können vor der Pandemie aber nicht auf dem Platz zeigen. Beim BVB fiel er in der Hackordnung der zentralen Mittelfeldspieler immer weiter zurück. Da gegen Schalke 04 (4:0) am Samstag aber gleich mehrere Ausfälle zu beklagen waren, erhielt Dahoud eine neue Chance.

Dahoud dominiert das Mittelfeld

Und er nutzte sie. Zwar leistete sich der gebürtige Syrer, der zuletzt im November in der Startelf gestanden hatte, zu Beginn des Revierderbys noch die eine oder andere Ungenauigkeit, wuchs im Laufe der Partie aber mit seinen Aufgaben.

Schließlich dominierte Dahoud im Verbund mit Thomas Delaney das Mittelfeld (FT-Note 2). Der U21-Europameister von 2017 schwang dabei wie gewohnt die feine technische Klinge, agierte zudem laufstark und brachte 89 Prozent seine Pässe an den Mann.

Dahoud will beim BVB bleiben

Eine Leistung, mit der der 24-Jährige kräftig Eigenwerbung betrieb. Dahoud galt in den vergangenen Monaten quasi ständig als Wechselkandidat. Berater Reza Fazeli sah sich sogar schon genötigt klarzustellen, dass sein Klient beim „BVB bleiben und sich durchbeißen“ will. Dahouds Leistung gegen Schalke war ein erster Schritt auf dem Weg dorthin.

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