Messi über seinen PSG-Start: „Am Anfang war es schwierig“

Nach 21 Jahren beim FC Barcelona wechselte Lionel Messi im Sommer zu Paris St. Germain. In einem ausführlichen Interview lässt er nun seine ersten Monate bei PSG Revue passieren.

Lionel Messi nach seinem ersten Tor in der Ligue 1
Lionel Messi nach seinem ersten Tor in der Ligue 1 ©Maxppp

Fast drei Monate musste Lionel Messi auf seinen ersten Ligatreffer für Paris St. Germain warten. Es ist nur eines von mehreren Zeichen dafür, dass sich der sechsfache Weltfußballer mit seiner Integration ins Starensemble von PSG schwertat.

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Die Anpassungsschwierigkeiten des 34-Jährigen, der zuvor 21 Jahre beim FC Barcelona gespielt hatte, gehören nun aber der Vergangenheit an, wie Messi im Interview mit der ‚Marca‘ beteuert: „Es war mein Glück, dass ich in eine Kabine mit sehr guten Spielern und sehr guten Menschen gekommen bin. Das ist das Wichtigste. Meine Anpassung ging deshalb sehr schnell.“

La Pulga räumt aber ein: „Es ist wahr, dass es am Anfang schwierig war. Auf der einen Seite ist es schwierig, an einen neuen Ort zu ziehen, wenn man zuvor so lange am selben Ort gelebt hat. Auf der anderen Seite war es aber einfach, weil ich einige Spieler schon kannte und viel Spanisch gesprochen wird.“

Sorge um die Familie

Schwerer als die sportliche Umstellung fiel Messi jedoch die Anpassung an das Leben in einem anderen Land. „Mittlerweile geht es mir gut. Ich bin hier komplett angekommen, seitdem wir unser neues Haus beziehen konnten und die Kinder eine neue Schule und tägliche Routine gefunden haben. Die vielen Länderspielpausen mit Reisen nach Argentinien haben uns das Einleben zwar etwas erschwert, aber jetzt fühle ich, dass im Leben angekommen bin.“

Im Vorfeld habe er sich vor allem Sorgen um seine Kinder gemacht. „Es war aber viel leichter, als wir es uns vorgestellt haben“, so Messi, „sie haben sich schneller an alles gewöhnt als wir.“ Für den 34-Jährigen und seine Frau Antonella sei dies eine „große Erleichterung“ gewesen.

„Müssen uns als Mannschaft festigen“

Nun, da Messi sich laut eigener Aussage an das Pariser Leben angepasst hat, gilt sein voller Fokus dem Fußball und dem Gewinn von Titeln – am liebsten die Champions League: „Jeder sagt, dass wird die großen Favoriten sind und ich leugne nicht, dass wir zu den Kandidaten gehören. Aber wir müssen noch an Dingen arbeiten, um ein wirklich gutes Team zu sein.“

Der Argentinier führt aus: „Wir müssen uns als Mannschaft noch festigen, haben aber den Vorteil, dass wir sehr gute Spieler haben, die uns dabei helfen können.“

Gute Stimmung im Team

Von angeblichen Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft will Messi nichts wissen: „Das sind sehr gute Typen. Es ist eine Mannschaft, die eng zusammenhält. Das konnte man schon von außen sehen und mein Eindruck wurde bestätigt, seitdem ich hier bin.“

Wie lange der 34-Jährige letztendlich in Paris bleiben wird, ist derweil unklar. Bis 2023 ist Messi an PSG gebunden, per Option kann der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert werden. Angeblich möchte Messi zum Abschluss seiner Karriere in der amerikanischen MLS spielen.

Oder kommt gar eine Rückkehr zum FC Barcelona in Frage, wie Barça-Präsident Joan Laporta jüngst andeutete? „Ich habe immer gesagt, dass ich irgendwann nach Barcelona zurückkehren werde, weil es meine Heimat ist und ich dort leben möchte. Wenn ich gleichzeitig dem Verein helfen könnte, würde ich es lieben zurückzukehren.“ Worte, die man bei Barça gehen hören wird.

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