Gladbach: Fünf Streichkandidaten – drei Verstärkungen im Fokus
Nach einer verletzungsgeplagten Hinrunde hat Borussia Mönchengladbach die Qualifikation für den Europapokal verpasst. Trainer Dieter Hecking muss sich zwar keine Sorgen um seinen Job machen, einige Spieler hingegen schon.

Nach der 1:2-Niederlage beim Hamburger SV am letzten Bundesliga-Spieltag hält Dieter Hecking seinen Ärger nicht zurück. „In der Hinrunde haben wir es mit 28 Punkten sehr ordentlich gemacht. Danach hatten wir Probleme mit den vielen Verletzten, wir haben aber auch unsere Leistung nicht mehr gebracht. In Hamburg hat mir dazu bei einigen die Körpersprache überhaupt nicht gefallen. Da werden wir als Verein nochmal genau hingucken und unsere Schlüsse daraus ziehen“, kündigt der Trainer von Borussia Mönchengladbach personelle Konsequenzen an.
Laut ‚Bild‘ erwägen die Fohlen, sich nach nur einem Jahr wieder von Vincenzo Grifo und Raúl Bobadilla zu trennen. Beide kamen erst im vergangenen Sommer an den Niederrhein, schafften es jedoch nicht, sich unter Hecking durchzusetzen. Zusätzlich soll laut der Tageszeitung auch Jonas Hofmann angezählt sein.
Der ‚kicker‘ bringt zudem die Abgänge von Patrick Herrmann und Fabian Johnson ins Spiel. Erstgenannter wurde schon im Winter mit einem Abgang in Verbindung gebracht und hat nur noch bis 2019 Vertrag. Der 30-jährige Johnson ist hingegen noch bis 2020 an die Fohlen gebunden, aufgrund häufiger Verletzungssorgen ist mit dem Linksfuß aber kaum seriös zu planen.
Dass das genannte Quintett tatsächlich kollektiv die Taschen packen muss, ist jedoch unwahrscheinlich. „Einen radikalen Umbau wird es nicht geben“, kündigt Sportchef Max Eberl im ‚kicker‘ an. Auch die Suche nach Neuzugängen konzentriert sich dementsprechend nur auf drei Personalien.
Zwei Junge, ein Routinier
Für den Angriff suchen die Fohlen nach einem klassischen Neuner, der die mitspielenden Stürmer des Teams komplementieren soll. Einen solchen hat man offenbar mit Rhian Brewster vom FC Liverpool gefunden, wenngleich die Verpflichtung offenbar mit einigen Komplikationen verbunden ist. Zudem soll ein Linksverteidiger kommen, der in Konkurrenz zu Routinier Oscar Wendt treten und den Schweden mittelfristig beerben soll.
Neben den zwei potenziell jungen Neuzugängen ist Eberl zudem auf der Suche nach einem Führungsspieler. Einfach gestaltet sich dieses Unterfangen jedoch nicht. „Kerle wie ein Martin Stranzl wachsen nicht auf den Bäumen“, erklärt der Sportchef. Hecking, der die Mentalität seiner Mannschaft anprangerte, wird Eberl wohl beide Daumen drücken.
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