Xhaka „muss nicht unbedingt weg“ – Entscheidung liegt bei Eberl

von Tristan Bernert
2 min.
Xhaka „muss nicht unbedingt weg“ – Entscheidung liegt bei Eberl @Maxppp

Granit Xhaka hat mit starken Leistungen das Interesse der europäischen Elite auf sich gezogen. Obwohl sich der Kapitän bei Borussia Mönchengladbach wohlfühlt, könnten Spieler und Verein im Sommer getrennte Wege gehen. Die Entscheidung liegt bei den Fohlen.

Granit Xhaka macht die Schritte auf der Karriereleiter momentan im Eiltempo. Nach starken Leistungen in der Mittelfeldzentrale von Borussia Mönchengladbach wurde der Schweizer unter André Schubert zum Kapitän befördert. Spätestens seitdem hat sich der Marktwert des 23-Jährigen vervielfacht.

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Von der Spielintelligenz, der Technik und der Spielübersicht her ist er sicher 30, 40 oder gar 50 Millionen Euro wert“ , fasste Ottmar Hitzfeld kürzlich zusammen, was im Sommer auf die ‚Fohlen‘ zukommen wird: astronomische Angebote aus dem Ausland. Bis 2019 ist Xhaka noch an den Verein gebunden, doch ein Transfer im Sommer wäre für Gladbach mit einem entscheidenden Vorteil verbunden. Denn dann kann Sportdirektor Max Eberl letztmalig selbst über die Ablösesumme verhandeln. Danach greift eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro.

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Dass man sich aufgrund dessen in der Führungsetage der Borussia mit einem Verkauf beschäftigt, gab Eberl zuletzt selbst zu, betonte jedoch: „Wir haben das Heft des Handelns in der Hand.“ Die Gladbacher haben also genügend Zeit, um sich zu überlegen, wie sie mit der Personalie Xhaka weiter umgehen. Auch wenn der Spieler keinen Hehl daraus macht, dass er eines Tages in England spielen möchte, will er nicht auf einen Wechsel pochen, wie er ‚Sport1‘ im Interview verrät.

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Kindheitstraum England

Jeder Mensch hat einen Kindheitstraum – das ist für mich England. Das heißt aber nicht, dass ich weggehen muss oder möchte. Ich bin enorm glücklich hier, alles passt für mich. Aber man muss sich auch mal andere Sachen ansehen, mit dem Verein reden. Gladbach hat mir das gegeben, was ich mir gewünscht habe. Es ist mittlerweile meine zweite Heimat geworden“, schwärmt Xhaka von seinem Verein, ohne jedoch ein klares Treuebekenntnis auszusprechen. Das Interesse an seiner Person ist dem Schweizer durchaus bewusst.

Falls es im Sommer zu einem Transfer kommt, würde er sich sicherlich nicht sträuben. Ein Verbleib in der ‚Fohlen-Elf‘ ist aber auch möglich: „Ich weiß nicht, ob das ein Thema werden kann. Das liegt nicht nur an mir, sondern am Verein. Meine Aufgabe ist, mich auf Fußball zu konzentrieren. Ich möchte, so lange ich hier bin, über 100 Prozent geben. Alles andere werden der Verein und meine Berater machen. Es ist aber wirklich nicht so, dass ich unbedingt weg möchte. Da müsste wirklich alles passen.

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Gladbach muss entscheiden

Alles passen könnte bei einem Angebot von Manchester City. Aus England heißt es, dass die ‚Citizens‘ umgerechnet 50 Millionen Euro für Xhaka bieten wollen. Die Aussicht, unter Pep Guardiola trainieren zu können, reizt den Schweizer, wie er schon Mitte Februar zugab. Auch der FC Liverpool mit seinem deutschen Trainer Jürgen Klopp will den 23-Jährigen. Am Schluss wird es aber an Gladbach liegen, was mit Xhaka passiert. Die ‚Fohlen‘ müssen entscheiden, was wertvoller ist: Eine weitere Saison mit ihrem Kapitän oder die Millionen aus England.

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