Zwei Lager: Uneinigkeit bei den Bayern
Der FC Bayern München hat sich im laufenden Transferfenster bislang nicht mit Ruhm bekleckert. Offenbar ist man sich hinter den Kulissen uneins.

Der FC Bayern München hat in diesem Sommer alles andere als eine glückliche Figur abgegeben. Wunschspieler Florian Wirtz (22) entschied sich trotz öffentlicher Avancen des Rekordmeisters für den FC Liverpool. Und auch bei Nick Woltemade (23/VfB Stuttgart) scheint die Tür geschlossen zu sein. Über das weitere Vorgehen gibt es Differenzen an der Säbener Straße.
Laut der ‚Süddeutschen Zeitung‘ gibt es zwei unterschiedliche Lager beim Ligaprimus. Auf der einen Seite steht „Team Sport“ um Sportvorstand Max Eberl, auf der anderen Seite „Team Strategie“ mit den Granden Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Die Sport-Fraktion zeigt sich nun zunehmend irritiert.
Dem Blatt zufolge ist Eberl fest davon ausgegangen, spätestens das Geld aus dem Verkauf von Kingsley Coman (29) an Al Nassr in feste Neuverpflichtungen reinvestieren zu dürfen. Schließlich war man auch bereit, das Konto für Wirtz und mit Abstrichen auch Woltemade zu plündern.
Nur Leihen
Doch vom Tegernsee schallt nun ein Veto nach München. „Ich würde sehr dafür plädieren, den Kader noch aufzufüllen mit einem Leihspieler, der bis zum 30. Juni 2026 unter Vertrag genommen wird“, gibt Hoeneß gegenüber der ‚SZ‘ zum Besten. Dazu solle auf die Jugend um Toptalent Lennart Karl (17) gesetzt werden.
Das Argument klingt nachvollziehbar. „Team Strategie“ will keinen Spieler für 50 bis 60 Millionen Euro als Lückenfüller verpflichten, den man eigentlich gar nicht geholt hätte. Allerdings ist es ebenso unwahrscheinlich, dass Vereine ihre Topspieler an Bayern verleihen statt zu verkaufen, siehe Christopher Nkunku (27/FC Chelsea). Die Sport-Front ist dagegen auf kurzfristigen sportlichen Erfolg angewiesen, um ihre politische Position nicht zu schwächen.
Einig ist man sich lediglich, dass der Kader noch verstärkt werden muss. Zuletzt hatten auch Stürmerstar Harry Kane (32) und Trainer Vincent Kompany Alarm geschlagen. Der große Kaderumbau könnte aber jetzt erst 2026 erfolgen.
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