Zweitliga-Shootingstar Kimmich: Wohin führt der Weg des U19-Europameisters?

Joshua Kimmich ist einer der Erfolgsgaranten bei RB Leipzig. Obwohl der Junioren-Nationalspieler erst 19 Jahre alt ist, prägt er das Spiel des Zweitligisten aus dem Mittelfeld heraus. Kimmichs Zukunft in Leipzig steht dennoch in den Sternen.

Stark beim DFB und in Leipzig: Joshua Kimmich
Stark beim DFB und in Leipzig: Joshua Kimmich ©Maxppp

Joshua Kimmich ist kein Mann für halbe Sachen. Mit 18 Jahren verließ der Mittelfeldspieler den VfB Stuttgart und heuerte bei RB Leipzig an, um frühzeitig die ersten Schritte im Profifußball zu machen. „Beim VfB hätte ich eben nur in der U 19 spielen können“, begründet Kimmich den Schritt.

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Was folgte, ist eine Erfolgsgeschichte. Gleich in seiner ersten Saison in Leipzig biss sich der ehrgeizige Youngster durch und erarbeitete sich einen Stammplatz. Im zweiten Jahr ist Kimmich nach dem Aufstieg auch in Liga zwei gesetzt und brilliert bislang mit herausragenden Leistungen. Auch beim 3:1 am Wochenende gegen Erstliga-Absteiger Eintracht Braunschweig war der gebürtige Schwabe Dreh- und Angelpunkt, bereitete zwei Treffer mustergültig vor und leitete den dritten mit einem klugen Ball auf den Flügel ein.

Neben seiner Zweikampfstärke und positiven Aggressivität sind es vor allem die blitzgescheiten Pässe in die Spitze, die den U19-Europameister auszeichnen. Sowohl bei Leipzig als auch beim DFB hat Kimmich darüber hinaus bewiesen, dass er ein Führungsspieler auf höchstem Niveau werden kann. Der 19-Jährige ist also genau der Spielertyp, den der VfB Stuttgart seit einigen Jahren vergeblich sucht.

VfB mit Rückkaufrecht

Ein Talent wie Moritz Leitner konnte bei den Schwaben bislang nicht den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Kapitän Christian Gentner füllt die Rolle als Führungsspieler höchstens zeitweise aus und wurde am Wochenende von Trainer Armin Veh angezählt. Ein Hoffnungsschimmer ist die Rückkaufoption, die sich der VfB beim Verkauf von Kimmich in das Vertragswerk einbauen ließ.

Für schlappe 750.000 Euro kann der Bundesligist den talentierten Rechtsfuß im nächsten Sommer zurück nach Stuttgart holen. Ob Kimmich das dann auch will, steht jedoch in den Sternen. „Hier bei RB Leipzig ist alles super professionell. Wir haben tolle Trainingsbedingungen und einen super Betreuerstab um uns herum. Vom Arzt über Teammanager und Physiotherapeuten bis zum Zeugwart ziehen alle eng an einem Strang, und die Stimmung ist echt positiv. Zudem ist Leipzig eine sehr schöne Stadt“, schwärmt der Shootingstar.

Bobic schweigt

Am Neckar hingegen ist Tristesse angesagt. Wie im vergangenen Jahr droht wieder eine Saison lang Abstiegskampf. Manager Fredi Bobic will sich laut ‚Bild‘ ohnehin noch gar nicht festlegen, ob die Rückkaufoption bei Kimmich gezogen werden soll: „In den Verträgen sind alle Modalitäten vereinbart. Aber es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um über die weitere Zukunft von Joshua Kimmich zu sprechen.“

Womöglich tut Bobic gut daran, die Diskussion um Kimmichs Zukunft nicht aufkommen zu lassen. Gladbachs Christoph Kramer hatte sich in einem ähnlichen Fall jüngst negativ zu einer Rückkehr nach Leverkusen geäußert, wo er noch bis 2017 unter Vertrag steht. Wie beim Weltmeister darf man auch bei Kimmich gespannt sein, in welchem Trikot er in der nächsten Saison seine Zuckerpässe spielt.

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