Mit elf Bundesligastars: Kann die Schweiz mit den Großen mithalten?

Seit Vladimir Petkovic die Schweizer Nationalmannschaft trainiert, sprang jeweils das Achtelfinale bei den großen Turnieren 2016 und 2018 raus. Eine durchaus positive Entwicklung, nachdem man sich 2012 erst gar nicht für die Europameisterschaft qualifizieren konnte. Doch kann die Schweiz bei der EM 2021 sogar noch einen Schritt weitergehen?

Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri führen die Nati an
Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri führen die Nati an ©Maxppp

Die Hoffnungsträger

Im Kader der Schweizer Nationalmannschaft tummeln sich einige bekannte Namen. Gerade an zwei ehemalige Bundesligaakteuren knüpft sich die Hoffnung der Eidgenossen: Xherdan Shaqiri (29) vom FC Liverpool sowie Granit Xhaka (28) vom FC Arsenal. Doch beide stoßen nicht in Topform zur Nationalmannschaft und müssen sich bei der EM erst noch beweisen. Taktgeber Xhaka kommt aus einer schwierigen Saison mit Arsenal, wurde dort von den Fans nie richtig akzeptiert und liebäugelt mit einem Abschied. Sein Kumpel Shaqiri spielt seit 2018 in Liverpool, sammelte dort zwar einige Trophäen, stand in der abgelaufenen Saison jedoch auch nur zweimal über neunzig Minuten auf dem Platz. Zuletzt wurde in England berichtet, dass sich der Flügelspieler ebenfalls nach einem neuen Verein umsieht.

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Bundesliga-Erfahrung in jeder Reihe

Viele Schweizer Talente machen irgendwann den Schritt aus der heimischen Super League in die Bundesliga. Dies zeigt sich auch im Kader von Vladimir Petkovic, der elf Bundesligaspieler nominierte. In der Defensive sind die beiden Gladbacher Yann Sommer (32) und Nico Elvedi (24) gesetzt. Daneben haben Manuel Akanji (25) vom BVB und Kevin Mbabu (26) vom VfL Wolfsburg ihre Positionen auf sicher. Möchte Petkovic für mehr Stabilität im Mittelfeld sorgen, könnten Djibril Sow (24, Eintracht Frankfurt) oder Denis Zakaria (24, Borussia Mönchengladbach) in die Startelf rücken. In einer offensiveren Aufstellung dürfte mit Breel Embolo (24) ein weiterer Gladbacher zu Einsatzzeiten kommen.

Schaubühne Europameisterschaft

Die EM 2021 könnte für einige Spieler der Schweizer Nationalmannschaft zur geeigneten Bühne werden, um sich in den Fokus europäischer Topklubs zu spielen. Die angesprochenen Xhaka und Shaqiri sind im Kader der Schweizer nicht die einzigen, die sich einem neuen Arbeitgeber präsentieren möchten. Für den unter Petkovic gesetzten Ricardo Rodríguez steht womöglich eine Rückkehr in die Bundesliga zur Debatte. Der Verteidiger nimmt beim FC Turin zurzeit nur eine Reservistenrolle ein. Ein weiterer Kandidat für einen Transfer nach der Europameisterschaft ist Zakaria. Der 24-Jährige steht bei Gladbach womöglich zum Verkauf und möchte zu einem Topklub wechseln.

So könnte die Schweiz spielen

Die Termine

Die Schweiz spielt in Gruppe A gegen Wales, Italien und die Türkei.

Wales – Schweiz (12. Juni, 15 Uhr in Baku)

Italien – Schweiz (16. Juni, 21 Uhr in Rom)

Schweiz – Türkei (20. Juni, 18 Uhr in Baku)

Der Kader

Tor: Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach), Jonas Omlin (HSC Montpellier), Yvon Mvogo (PSV Eindhoven)

Abwehr: Manuel Akanji (Borussia Dortmund), Loris Benito (Girondins Bordeaux), Eray Cömert (FC Basel), Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach), Jordan Lotomba (OGC Nizza), Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg), Becir Omeragic (FC Zürich), Ricardo Rodriguez (FC Turin), Fabian Schär (Newcastle United), Silvan Widmer (FC Basel)

Mittelfeld: Christian Fassnacht (Young Boys Bern), Edimilson Fernandes (FSV Mainz 05), Remo Freuler (Atalanta Bergamo), Djibril Sow (Eintracht Frankfurt), Granit Xhaka (FC Arsenal), Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach), Steven Zuber (Eintracht Frankfurt)

Angriff: Xherdan Shaqiri (FC Liverpool), Breel Embolo (Borussia Mönchengladbach), Mario Gavranovic (Dinamo Zagreb), Admir Mehmedi (VfL Wolfsburg), Haris Seferovic (Benfica Lissabon), Ruben Vargas (FC Augsburg)

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