Am gestrigen Mittwochabend kam der VfL Bochum dem vielfach und lautstark geäußerten Wunsch der eigenen Fans nach und entließ Sportvorstand Christian Hochstätter. Der Ex-Profi und bisherige Assistent der Geschäftsführung Sebastian Schindzielorz übernimmt die Aufgaben des 54-Jährigen.

Gemeinsam mit Hochstätter musste auch Chefcoach Jens Rasiejewski seinen Hut nehmen. Interimsweise leitet Co-Trainer Heiko Butscher die Geschicke an der Castroper Straße. Der Befreiungsschlag – Bochum hat bei einer Partie mehr nur einen Punkt Vorsprung auf den 16. aus Darmstadt – soll aber unter neuer Führung gelingen.

Drei Namen in der Verlosung

Diskutiert wird bei den Westfalen laut ‚kicker‘ der Name Bernd Storck. Bis Oktober stand der 55-Jährige an der Seitenlinie der ungarischen Nationalelf. Luft im höherklassigen Vereinsfußball schnupperte er bislang nur als Assistenztrainer (Stuttgart, Hertha, Wolfsburg, Dortmund). Von 1981 bis 1983 trug Stock als aktiver Spieler das Trikot des VfL.

Aussichtsreiche Kandidaten sind nach Informationen der ‚WAZ‘ außerdem Mirko Slomka (bis April 2017 beim Karlsruher SC) und André Schubert, der Ende 2016 bei Borussia Mönchengladbach entlassen worden war. Es wird nach Gertjan Verbeek, Ismail Atalan, Rasiejewski und Butscher der fünfte Trainer der laufenden Saison gesucht. In Bochum hofft man, endlich und vor allem nicht zu spät ins Schwarze zu treffen.