Auf der Suche nach einem Backup respektive Konkurrenten für David Alaba diskutiert man beim FC Bayern offenbar auch die Personalie Maximilian Mittelstädt. Das italienische Online-Portal ‚Calciomercato.com‘ nennt die Münchner als Interessenten an dem 22-jährigen Linksverteidiger von Hertha BSC.

Ins Visier genommen wurde Mittelstädt dem Bericht zufolge auch von Juventus Turin. Die Alte Dame soll für das gestrige 2:2 der deutschen U21 gegen Frankreich Scouts nach Essen geschickt haben, um den schnellen Linksfuß genau unter die Lupe zu nehmen. Und das Resultat dürfte den Italienern gefallen haben. Mittelstädt spielte frisch und dynamisch auf. Das zwischenzeitliche 2:0 markierte der Berliner nach Vorarbeit von Benjamin Henrichs selbst.

Bedarf trotz Hernández

Beim FC Bayern muss man sich nun die Frage stellen, ob Mittelstädt noch benötigt wird. Denn nach FT-Informationen ist die Verpflichtung von Lucas Hernández bereits fix. Der französische Weltmeister kann ebenfalls auf der Linksverteidiger-Position agieren, ist in München aber primär als Mann für den zentralen Part in der Viererkette eingeplant.

Für Mittelstädt wäre somit durchaus noch Bedarf – allerdings auch nur dann, wenn Mats Hummels oder Jérôme Boateng ihre bislang recht vagen Abwanderungsgedanken in die Tat umsetzen würden. Denn auch Benjamin Pavard könnte nach dem Rafinha-Abgang als Backup von Joshua Kimmich zumindest zeitweise als Außenverteidiger zum Einsatz kommen.

Mittelstädt muss Entscheidung fällen

Mittelstädts Vertrag bei der Hertha läuft 2020 aus. Dementsprechend setzen die Berliner momentan alles daran, die Zusammenarbeit langfristig auszudehnen. Bereitschaft besteht beim Eigengewächs. „Natürlich bin ich nicht abgeneigt zu verlängern. Ich fühle mich hier sehr wohl, kenne den Klub in- und auswendig und würde gerne länger bleiben – wenn alles passt“, sagte Mittelstädt zuletzt.

PlausibelFT-Meinung: Grundsätzlich passt alles. Mittelstädt ist ein talentierter deutscher Spieler und wäre für einen erschwinglichen Preis zu haben. Der U21-Nationalspieler muss sich nun die Frage stellen, an welchem Punkt seiner Entwicklung er sich sieht. Soll er noch ein Jahr bei der Hertha bleiben, einen Zwischenschritt gehen oder direkt den Sprung zu einem Klub der Größenordnung FC Bayern wagen?