Marco Reus’ Ausstiegsklausel greift 2015 und liegt bei 35 Millionen Euro. Per se ist diese Erkenntnis zunächst einmal keine Neuigkeit. Von daher verwundert auch nicht, dass sein Berater Dirk Hebel das Werben europäischer Spitzenklubs gegenüber der ‚Bild ‘ unumwunden zugibt: „Marco ist für jeden europäischen Spitzenklub eine Verstärkung, von daher ist es auch völlig normal, dass sich viele dieser Vereine um ihn bemühen.“ Weil es aber ohnehin noch ein Jahr dauert, bis die Klausel in Kraft tritt, wolle sich Reus zunächst auf seine Genesung konzentrieren. „Jetzt möchte er aber erst einmal vollständig gesund werden und noch stärker als zuvor auf den Platz zurückkehren. Alle anderen Dinge stehen erst einmal hinten an“, stellt Hebel klar.

Und damit meint der Spieleragent wohl auch weitere Gespräche mit Borussia Dortmund, die der Klub nur zu gerne führen würde. Seit Monaten buhlt der BVB vergeblich darum, Reus die Sondervereinbarung in seinem Kontrakt abzukaufen. Dessen Grundgehalt wollen die ‚Schwarz-Gelben‘ von fünf auf sieben Millionen Euro anheben. Im Gegenzug soll der Offensivstar auf seinen vertraglich vereinbarten Freifahrtschein verzichten.

Watzke vs. Rummenigge

Karl-Heinz Rummenigge rechnet nicht damit, dass sich Reus von Michael Zorc und Co. zu solch einem Schritt bewegen lässt. „Ich glaube aber, dass es für Borussia Dortmund schwer wird, die Klausel für Reus rauszukaufen. Der Spieler hat hohe Nachfrage bei den europäischen Topklubs, unabhängig vom FC Bayern“, hatte der Vorstandsboss des FC Bayern München der ‚Welt am Sonntag‘ gesagt.

Ein Statement, das BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in dieser Form nicht nachvollziehen kann. „Ich weiß nicht, was ihn bewegt, sich Gedanken über den BVB zu machen – aber das Recht, bleibt ihm unbenommen“, kritisiert Watzke seinen Münchner Kollegen.

Ob die Bayern dann im kommenden Sommer ihr Glück bei Reus versuchen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Intern soll Pep Guardiola die Personalie bereits angesprochen haben, auch wenn Rummenigge eine solche Unterhaltung zuletzt dementierte. Fakt ist: So lange es der Borussia nicht gelingt, Reus die Ausstiegsklausel abzukaufen, werden die Gerüchte weiter schwelen.