Ein einziges Mal stand Julian Baumgartlinger in der laufenden Saison über 90 Minuten für Bayer Leverkusen auf dem Platz. Allerdings war dies am 1. Spieltag beim 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach. In den folgenden fünf Ligaspielen kamen insgesamt nur 58 Minuten Spielzeit hinzu. Reichlich wenig für den fleißigen Mittelfeldspieler, der in Mainz zu den Dauerbrennern gehörte.

Baumgartlinger ist wenig glücklich über seine Rolle in Leverkusen, konnte aber zumindest am vergangenen Donnerstag beim 2:2 zwischen Österreich und Wales mal wieder über die volle Distanz gehen. Und das unter den Augen eines Scouts des AFC Sunderland. Wie die ‚Sun‘ berichtet, hatte Coach David Moyes seinen Chefspäher Robbie Cooke entsandt, um Baumgartlinger genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dem Blatt zufolge könnte Sunderland schon im Januar einen Vorstoß wagen, den 28-Jährigen unter Vertrag zu nehmen. Gegen Wales stand Baumgartlinger in Hälfte eins neben sich, zeigte keine gute Leistung. Die mangelnde Spielpraxis bei Bayer schien den Kapitän zu lähmen. Nach der Pause war der laufstarke Sechser dann wie ausgewechselt und überzeugte.

FT-Meinung: Für den Neuzugang ist die Situation bei Bayer nicht leicht, da er es gewohnt ist, eine wichtige Rolle zu spielen. Andererseits wusste Baumgartlinger vor seinem Wechsel, worauf er sich einlässt. Angesichts der Mehrfachbelastung wird ein Transfer im Winter für die Bayer-Bosse kaum ein Thema sein. Ändert sich die Lage bis Saisonende aber nicht, müssen sich die Parteien an einen Tisch setzen. Dort könnte dann auch David Moyes Platz nehmen.