Michael Zorc bezeichnete die Degradierung von Marcel Schmelzer beim Spiel gegen Bayer Leverkusen als „rein sportliche Entscheidung“. Und Peter Stöger stellte klar, dass die „nicht optimalen Leistungen in den vergangenen Wochen“ ausschlaggebend waren. Hinter vorgehaltener Hand wurde jedoch bereits getuschelt, der Kapitän könnte seinen Namen auf der Sommerstreichliste von Borussia Dortmund wiederfinden. Ein Wechsel kommt aber offenbar nicht in Frage.

Wie die ‚Bild‘ berichtet, haben Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc entschieden, dass Schmelzer zumindest im Sommer nicht zur Disposition stehen wird. Demnach soll der Linksverteidiger unabhängig vom kommenden Trainer bleiben. Ursächlich für die Grundsatzentscheidung sind die Verdienste, für die sich das Urgestein im zurückliegenden Jahrzehnt verantwortlich zeichnete.

Die Kapitänsbinde wird der 30-Jährige aber in der kommenden Saison nicht mehr tragen. ‚Bild‘ und ‚Sport Bild‘ sind sich einig, das Marco Reus das Amt übernehmen wird. Der gebürtige Dortmunder ist im Gegensatz zu Schmelzer sportlich über jeden Zweifel erhaben und soll das Team nach dem Umbruch anführen.

PlausibelFT-Meinung: Schmelzer darf aus rein emotionalen Gründen bleiben, sportlich lieferte der Linksverteidiger nicht nur in dieser Saison zu wenige Argumente für eine Jobgarantie. Der BVB honoriert damit vor allem die menschlichen Leistungen des charakterlich einwandfreien Musterprofis. Die Schwarz-Gelben tun gut daran, Identifikationsfiguren wie Schmelzer nicht vor die Tür zu setzen.