Borussia Dortmund hat dem Ligakonkurrenten Bayer Leverkusen eines der aussichtsreichsten Talente ausgespannt. Der 17-jährige Innenverteidiger Marian Sarr wechselt in der Winterpause von der ‚Werkself‘ zum Deutschen Meister. In der zweiten Mannschaft des BVB spielt der Linksfuß künftig an der Seite von Koray Günter – einem weiteren deutschen Abwehrjuwel.

Es war keine einfache Entscheidung für uns. Hätte man auf Vertragserfüllung bestehen sollen, vielleicht sogar müssen? Aber es war sein großer Wunsch und es gab nach vielen Gesprächen die Situation, in der man sagen musste: Es ist für alle Beteiligten das Beste“, blickt Manager Michael Reschke im ‚Kölner Stadtanzeiger‘ zurück.

Die Leverkusener hätten Sarr gerne gehalten. Denn der Linksfuß ist eines der größten Talente im DFB-Nachwuchs. Neben körperlicher Robustheit besticht der Linksfuß vor allem durch seine überragende Übersicht im Spielaufbau. „Wenn man eine gute Jugendarbeit macht und etwa vier Millionen Euro im Jahr darin investiert, dann möchte man die Früchte auch ernten“, ärgert sich Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, „wir haben alles für ihn getan und alles versucht. Er hätte bei guten Leistungen bei uns in einer Dimension verdienen können wie noch kein Jugendspieler zuvor.“

Immerhin soll Bayer an Sarrs Entwicklung finanziell beteiligt werden. So wird neben der Ablöse ein weiterer Betrag fällig, wenn der Youngster in der Bundesliga zum Einsatz kommen sollte. Entschädigen für den sportlichen Verlust des U17-Nationalspielers kann dies allerdings nicht.