Am gestrigen Freitag machte eine Meldung der ‚WAZ‘ die Runde. Darin hieß es, dass sich Ilkay Gündogan gegen eine Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund entschieden habe. Stattdessen sei sich der Nationalspieler mit Manchester United über einen Wechsel im Sommer einig, berichtete die größte Regionalzeitung Deutschlands.

Medien in England behaupten nun einen Tag später etwas ganz anderes. Gündogan habe zwar dem BVB abgesagt, doch sein Transfer ins Old Trafford sei alles andere als sicher, heißt es beim US-amerikanischen Nachrichtensender ‚ESPN‘, der seinen Hauptsitz in London hat. „‚ESPN‘ hat erfahren, dass Bayern München und Juventus Turin an dem Mittelfeldspieler interessiert sind“, schreibt der Sender auf seinem Online-Auftritt, „außerdem haben Quellen ‚ESPN‘ verraten, dass Berichte aus Deutschland, denen zufolge Manchester United kurz davor steht, einen 30-Millionen-Deal für Gündogan einzutüten, falsch sind.“

Die Verwirrung um die Personalie Ilkay Gündogan ist groß. Denn laut ‚Bild‘ haben auch Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc den angeblich fixen United-Wechsel dementiert. Es besteht aus Dortmunder Sicht also nach wie vor eine Resthoffnung, dass der Mittelfeld-Stratege seinen 2016 auslaufenden Vertrag bei den ‚Schwarz-Gelben‘ verlängert. Dem Rechtsfuß liegt seit geraumer Zeit ein unterschriftsreifer Vertrag mit einer Laufzeit bis 2019 und einem Jahresgehalt von 6,5 Millionen Euro vor.

Bayern-Wechsel wäre eine Katastrophe für den BVB

Ein Wechsel zum FC Bayern wäre mit Blick auf die vorangegangenen Deals von Mario Götze und Robert Lewandowski für den BVB der Super-GAU. Kaum vorstellbar, dass Watzke und Zorc ein Angebot des Rekordmeisters für Gündogan annehmen würden. Auf der anderen Seite haben die Klubbosse mehrfach deutlich gemacht, dass es keine Option ist, den 24-Jährigen in einem Jahr ablösefrei ziehen zu lassen. Sollte sich Gündogan trotz der üppigen Mittelfeld-Konkurrenz für die Bayern entscheiden, wären dem BVB fast die Hände gebunden.