Martin Bader bemühte drastische Worte. „Wahnsinn“ und „Blödsinn“ nannte er Gerüchte, wonach Javier Pinola den 1. FC Nürnberg verlassen könnte. CA Lanús war im Winterurlaub an den Linksverteidiger herangetreten. Präsident Nicolas Russo nannte seinen Landsmann einen „interessanten Spieler“.

Auch Pinola schien nicht abgeneigt zu sein. „Ich werde mit meinem Verein sprechen und dann werden wir gemeinsam eine Entscheidung treffen“, kommentierte der 28-Jährige im Interview mit ‚Radio La Red‘. Die Entscheidung ist längst gefallen. Pinola bleibt und soll nach Genesung seiner Schambeinentzündung Marvin Plattenhardt unter Druck setzen. Doch der Wechsel scheint nur aufgeschoben, nicht jedoch aufgehoben zu sein.

Ich bin ja noch jung und habe viel Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, ob ich nach Argentinien zurückkehre“, zitiert die ‚Nürnberger Zeitung‘ den Publikumsliebling, für den Lanús ein „interessanter Verein“ ist: „Sie haben Geld und kämpfen immer um die vorderen Plätze.“ Probleme damit, beim ‚Club‘ zu bleiben, hat das Urgestein allerdings nicht. Bis 2013 läuft sein Vertrag bei den Nürnbergern noch, denen er seit 2005 in allen Höhen und Tiefen die Treue hält.

Ich bin inzwischen mehr Nürnberger als Argentinier. Wenn mir der Verein die Möglichkeit gibt, werde ich meinen Vertrag vorzeitig verlängern“, frohlockte Pinola vergangenen Monat in der ‚Sport Bild‘. Bleibt abzuwarten, ob er Wort hält.