Beim Thema Hannover 96 ballt Max Eberl die Faust in der Tasche. „Ich habe zu Transfers nie was gesagt – was Hannover alles gesagt hat, dies ist nicht meine Baustelle. Ich werde auch nichts zu Transfers sagen, bis alles abgeschlossen ist. Jetzt, zwischendrin, werde ich keine Zustandsmeldungen kommentieren“, erklärt der Manager von Borussia Mönchengladbach nebst Seitenhieb gen Niedersachsen.

Mit „Zustandsmeldung“ ist der Poker um Alassane Pléa von OGC Nizza gemeint. Nach der Füllkrug-Absage ist der französische Stürmer Wunschspieler Nummer eins. Erschwert wird der Poker jedoch durch Interesse aus England, was den Preis treibt. Neben den Fohlen sollen auch West Ham United, der FC Fulham und Newcastle United die Fühler ausstrecken. Eberls Ass im Ärmel ist jedoch, dass sich der Knipser für einen Wechsel nach Gladbach ausgesprochen hat.

Um den Transfer zu realisieren, muss die Borussia aber in neue Sphären vorstoßen. Wie der ‚Express‘ berichtet, wackelt der letztjährige Vereinsrekordtransfer von Matthias Ginter, der für 19 Millionen Euro von Borussia Dortmund gekommen war. Für Pléa fordert Nizza 25 Millionen Euro. Der Hintergrund: Der Klub von der Côte d’Azur muss 20 Prozent der Ablöse an Pléas Ausbildungsklub Olympique Lyon abgeben.

Heißes ThemaFT-Meinung: Die Stürmersuche ist die unendliche Geschichte von Borussia Mönchengladbach. Seit Jahren fahndet Max Eberl nach einem verlässlichen Goalgetter. Im 25-jährigen Pléa könnte er diesen nun endlich gefunden haben. Den gebürtigen Franzosen mit Wurzeln in Mali haben die Fohlen bereits überzeugt. Bleibt zu hoffen, dass sich Eberl mit Nizza auf eine bezahlbare Ablöse einigen kann.