Der Hamburger SV kann in den kommenden Wochen dank Investor Klaus-Michael Kühne auf Shoppingtour gehen. „Es ist richtig, dass wir uns in den vergangenen Wochen mehrfach zu Gesprächen mit Herrn Kühne zusammengefunden haben. In diesen Gesprächen hat er uns seine Bereitschaft signalisiert, den HSV über sein bisheriges Engagement hinaus mit weiteren finanziellen Mitteln für den Aufbau unserer Mannschaft zu unterstützen. Schließlich hat Herr Kühne uns seine finale Zusage gegeben“, gibt Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer auf der vereinseigenen Homepage zu Protokoll, „durch sein finanzielles Engagement eröffnet sich uns die Möglichkeit, in den kommenden Wochen den einen oder anderen Transfer zu realisieren, um unseren Kader insgesamt zu verstärken.

Weltstars werden jedoch nicht im Volksparkstadion anheuern. „Es ist unsere Pflicht, sehr sorgsam mit den vorhandenen Mitteln umzugehen. Dabei wird es sich nicht um die Investition in internationale Topstars handeln, sondern um Spieler, die unser Team gezielt verstärken und dazu beitragen, uns schneller auf das nächste sportliche Level zu bringen“, versichert Beiersdorfer, „der Markt ist durch die weitläufig bekannten Einflüsse sehr, sehr teuer. Dennoch werden wir mit Sicherheit keine unrealistischen Ablösesummen und Gehälter zahlen. Es muss bei uns ins sportliche Konzept und in die wirtschaftliche Gesamtlage passen. Gleichzeitig ist unser Ziel, auch junge und entwicklungsfähige Spieler an den HSV zu binden, die ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben, um so auch mittel- bis langfristig wieder Werte für unseren Klub zu schaffen.

Beiersdorfer: „Weiterer Anteilserwerb ist nicht geplant“

Weitere Anteile wird Kühne im Gegenzug nicht erhalten, wie der HSV-Geschäftsführer versichert: „Herr Kühne stellt uns Fremdkapital zur Verfügung mit dem klaren Ziel, die sportliche Leistungsfähigkeit unserer Mannschaft zu verbessern. Gelingt uns das, dann gelingt uns zwangsläufig auch der wirtschaftliche Turnaround und die Darlehen werden durch den HSV planmäßig getilgt. Sollten wider unserer gemeinsamen Erwartung die Ziele nicht erreicht werden, dann wird Herr Kühne das Risiko aus den dann fehlgeschlagenen Investitionen tragen und den HSV von der Rückzahlung freistellen. Ein weiterer Anteilserwerb ist nicht geplant.

Ein Investment von 50 Millionen Euro, wie es zuletzt kolportiert wurde, ist allerdings völlig aus der Luft gegriffen. „Ich war auch sehr überrascht über diese Spekulation“, so der Milliardär, der versichert: „Der Betrag ist völlig aus der Luft gegriffen, er wurde von meiner Seite weder genannt noch bestätigt und entspricht bei weitem nicht dem, was ich bereit bin zum Wohle des HSV einzubringen.

Kühne will den HSV zu altem Glanz verhelfen, wie er bemerkt: „Ich habe mich in den vergangenen Monaten sehr intensiv und ernsthaft mit der Frage befasst, ob es Möglichkeiten gibt, die Qualität des Bundesligafußballs beim HSV wesentlich zu verbessern. Dabei geht es aus meiner Sicht um die weitere Entwicklung und Komplettierung der Mannschaft und die Verpflichtung sorgfältig ausgewählter, neuer Schlüsselspieler, aber auch von Talenten mit großem Potenzial.

Einkaufsliste schon geschrieben

Erst Neuzugänge sind bereist in Arbeit. Am heutigen Donnerstag brachte der ‚kicker‘ den kolumbianische Stürmer Harold Preciado von Deportivo Cali, mit den Norddeutschen in Verbindung. Zudem soll Timo Baumgartl vom VfB Stuttgart auf der Einkaufsliste des HSV stehen.