Im vergangenen Sommer hatte der Hamburger SV alle Hebel in Bewegung gesetzt, Jérôme Roussillon vom HSC Montpellier zu verpflichten. Auf der Zielgeraden scheiterte der Transfer des Linksverteidigers – eine Tatsache, die den Rothosen mittlerweile ganz gut passt.

Douglas Santos, an dem im Sommer schon niemand in Hamburg mehr geglaubt hatte, trumpfte in den vergangenen Spielen auf. „Santos spielt jetzt besser als je zuvor“, resümierte Trainer Markus Gisdol zuletzt. Dennoch hat der HSV den Kontakt zu Roussillon offenbar nicht eingestellt. Laut einem Bericht der ‚L’Équipe‘ hat der Nordklub nach wie vor ein Auge auf den 24-Jährigen.

Ob die Hamburger aber tatsächlich im Winter einen Transfer in Erwägung ziehen, ist angesichts der nach oben zeigenden Formkurve von Santos eher unwahrscheinlich. Konkreter könnte da das Interesse des VfL Wolfsburg sein, der laut der Sporttageszeitung ebenfalls Roussillon beobachten soll. Neben Yannick Gerhardt, der zuletzt aber wieder auf angestammter Position im Mittelfeld agierte, haben die Wölfe nur noch Eigengewächs Gian-Luca Itter als gelernten Linksverteidiger.

Auch in seiner Heimat buhlen Klubs um Roussillon. Nach Patrice Evras unrühmlichem Abgang bei Olympique Marseille suchen die Südfranzosen nach einem Ersatz für den Routinier. Roussillon zeigte in dieser Saison bisher starke Leistungen und demonstrierte seinen Offensivdrang mit drei direkten Torbeteiligungen. Sein Vertrag in Montpellier läuft 2019 aus.