Zehn neue Spieler verpflichtete Hertha BSC allein im Sommer. Überzeugen konnte kaum einer der Neuzugänge. Insbesondere der ehemalige niederländische Nationalspieler Johnny Heitinga enttäuschte bislang und soll laut ‚kicker‘ zeitnah wieder abgegeben werden. Das Problem, der Kontrakt des 31-Jährigen, der bei den Hauptstädtern zu den Großverdienern gehört, ist noch bis 2016 datiert. Reißen tun sich andere Klubs derzeit nicht um dem niederländischen Fußballer des Jahres 2008.

Sieben weitere Spieler sollen die Spree verlassen

Ein Szenario, das Manager Michael Preetz dieser Tage vielfach Sorgen bereitet. Auch Johannes van den Bergh, Sommer-Rückkehrer Sami Allagui (ausgeliehen an Mainz 05) und Sandro Wagner spielen in den Plänen des ungarischen Übungsleiters keine Rolle und können den Berliner Sportclub verlassen. Das Trio besitzt aber ebenfalls noch gültige Arbeitspapiere bis 2016.

Zudem ist Freistoßass Ronny kein Spieler nach Dárdais Geschmack. Der ehemalige Profi der Hertha fordert absolute Aufopferung seiner Spieler für das Kollektiv. Ein Kriterium, das der feingeistige Brasilianer nur selten erfüllen konnte. Bei einem entsprechenden Angebot kann auch der 28-Jährige Berlin verlassen. Sein Kontrakt läuft noch bis 2017. Gleiches gilt für Hajime Hosogai und wohl auch Jens Hegeler, der vor der Saison von Bayer Leverkusen kam und auf den die Verantwortlichen große Stücke legten. Einzig der Vertrag von Marcel Ndjeng läuft am Saisonende aus.

Yabo ein Thema?

Einen möglichen Nachfolger hat die ‚Alte Dame‘ womöglich schon in Reinhold Yabo vom Karlsruher SC gefunden. Der Vertrag des U17-Europameisters von 2009 läuft im Sommer aus und der Defensiv-Stratege sucht offenbar nach einer neuen Herausforderung.

Geld für neue Spieler ist kaum vorhanden. Zunächst muss aber ohnehin ausgemistet werden. Zudem ist längst nicht klar, ob in der Hauptstadt kommende Saison Erstligafußball gespielt wird. Michael Preetz steht ein entsprechend schweißtreibender Sommer bevor.