Am gestrigen Dienstag durften sich die Fans des VfL Wolfsburg zumindest vorübergehend entspannt zurücklehnen. „Kevin ist glücklich und hat sich entschieden, den nächsten Schritt in Wolfsburg zu machen. Er denkt nur an den VfL“, wurde sein Berater Didier Frenay in der ‚Bild‘ zitiert. Mindestens eine weitere Saison durften die ‚Wölfe‘ also mit ihrem Superstar rechnen. Doch nun hat sich Kevin de Bruyne zu Wort gemeldet. Gegenüber belgischen Medien widerspricht der Nationalspieler dem Inhalt der Aussagen.

Ich habe gelesen, dass Didier Frenay gesagt haben soll, dass ich in Wolfsburg bleibe. Sein Kommentar wurde verändert. Das ist eine Schande“, schimpft de Bruyne in der Zeitung ‚La Dernière Heure‘. Kommando zurück also. Von einem sicheren Verbleib bei den Niedersachsen darf also nach aktuellem Stand nicht ausgegangen werden. Zumal der 23-Jährige einräumt, dass bereits Gespräche mit Manchester City stattgefunden haben.

Ich selbst habe noch mit niemandem gesprochen. Aber es ist wahr, dass mein Berater ein informelles Gespräch mit Manchester City hatte“, so de Bruyne, „der erste Klub, mit dem ich spreche, bleibt aber Wolfsburg. Jetzt fahre ich erst einmal in Urlaub. Und danach wird mein Berater mit den interessierten Klubs sprechen. Und die Klubs reden miteinander. Ich habe Zeit. Das Transferfenster schließt am 31. August und ich muss am 13. Juli in Wolfsburg sein.“

Nach einem klaren Bekenntnis für die ‚Wölfe‘ klingen diese Statements ganz und gar nicht. Vielmehr hält sich de Bruyne bis zuletzt sämtliche Optionen offen. Klar ist, dass Klaus Allofs den bis 2019 datierten Vertrag mit dem Spielgestalter um ein weiteres Jahr ausdehnen möchte. De Bruyne winkt dann eine saftige Gehaltserhöhung von fünf auf rund zehn Millionen Euro, außerdem soll eine Ausstiegsklausel zwischen 50 und 70 Millionen Euro verankert werden.

Interesse signalisieren neben City auch der FC Bayern München und Paris St. Germain. Und nach dem kleinen Strohfeuer von gestern scheint es nicht, als würden sich die Gerüchte um den Ex-Bremer in den kommenden Wochen beruhigen – eher im Gegenteil.