2015 verließ Amin Younes Borussia Mönchengladbach und schloss sich Ajax Amsterdam an. Der Wechsel in die Eredivisie sollte sich als Glücksfall erweisen. 100 Mal lief der gebürtige Düsseldorfer bislang für den Rekordmeister auf, war an 42 Treffern direkt beteiligt und debütierte in der Nationalmannschaft. Nun könnte aber die Rückkehr in die Bundesliga anstehen.

Ablösefreie Rückholaktion

Nach ‚Bild‘-Informationen plant Max Eberl die Rückholaktion des verlorenen Sohnes. Younes wurde seit 2000 am Niederrhein ausgebildet und durchlief dort alle Jugendmannschaft. Im damaligen Konzept von Lucien Favre spielte er jedoch keine Rolle, weswegen er zunächst zum 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen wurde und sich im Anschluss dauerhaft gen Niederlande verabschiedete.

Nun soll der im Sommer ablösefrei Flügelspieler an die Hennes-Weisweiler-Allee zurückkehren. Für den Wechsel spricht, dass der Deutsch-Libanese gerne wieder näher bei seiner Familie wäre, die in Düsseldorf wohnt und er das Gladbacher Umfeld bestens kennt. Sichere Champions- beziehungsweise Europa League-Teilnehmer wie der FC Bayern, RB Leipzig und Schalke 04 haben jedoch ebenfalls ein Auge auf Younes geworfen.

Hinzukommt der Ärger mit dem italienischen Klub SSC Neapel. Younes stand im Winter kurz vor einem Wechsel zu den Italienern, ließ den Transfer aber nach dem Medizincheck aufgrund von familiären Problemen platzen. Ganz zum Ärger seines Arbeitgebers, der dadurch keine Ablöse einstreichen konnte. In Neapel unterschrieb der 24-Jährige zudem einen Vorvertrag für den Sommer, auf den der SSC nun pochen könnte.

Verbannung in die zweite Mannschaft

Eine Verlängerung des Engagements in Amsterdam ist indes ausgeschlossen. Nach dem geplatzten Winterwechsel wurde Younes auf die Bank verbannt. Seit dieser Woche wurde er nun in die zweite Mannschaft abgeschoben, da er am Wochenende seine Einwechselung gegen den SC Heerenveen (4:1) mit der Begründung verweigerte, sie sei „unnötig“.

PlausibelFT-Meinung: Nach dem Ärger in Amsterdam käme ein Wechsel in das gewohnte Umfeld des Borussia-Parks wohl für Younes wie gerufen. Zwar könnte er bei einem anderen Bundesligisten mit der sicheren Teilnahme an europäischen Pokalwettbewerben rechnen und darüber hinaus den ein oder anderen Euro mehr verdienen, die familiären Aspekte könnten allerdings für die Fohlen sprechen.