Beim FC Liverpool war man sich sicher: Wenn Naby Keïta 2018 aus Leipzig an die Anfield Road wechselt, wird das Mittelfeldspiel auf ein neues Level gehoben. Doch die Wahrheit sieht anders aus. In den wichtigen Spielen vertraut Jürgen Klopp in der Regel weiterhin seiner eingespielten Achse um Jordan Henderson, James Milner und Georginio Wijnaldum – allesamt Kicker, die nicht das enorme Talent eines Keïta mitbringen.

Teamtalk‘ berichtet nun, dass man in Liverpool darüber nachdenkt, den flinken Rechtsfuß nach nur einem Jahr wieder zu verkaufen. Dafür sei man unter Umständen sogar bereit, einen Verlust von umgerechnet mehr als elf Millionen Euro hinzunehmen. Zur Erinnerung: 2018 hatten die Reds noch 60 Millionen Euro für Keïta hingeblättert.

Bayern und BVB dran?

Interesse sagt ‚Teamtalk‘ den deutschen Topklubs FC Bayern und Borussia Dortmund nach. Beide hätten bereits Kontakt zur Entourage von Keïta aufgenommen, heißt es in dem Bericht. Im Sommer könne es nach einem Jahr Abstinenz zu einer Rückkehr in die Bundesliga kommen.

Bekannt ist: Im vergangenen Sommer versuchten auch die Bayern ihr Glück bei Keïta. In der ‚Sport Bild‘ sagte der 24-Jährige zuletzt: „Es ist natürlich schön, wenn sich ein Verein wie der FC Bayern mit einem befasst, doch mein Weg hat gezeigt, dass es auch andere gute Optionen im europäischen Spitzenfußball gibt. Mit dem FC Liverpool lebe ich meinen Traum. Es ist eine sensationelle Mannschaft, in der ich spielen darf.“

opinion type vagueFT-Meinung: Es ist kein unbekanntes Phänomen, dass vor allem Mittelfeldspieler unter Klopp eine gewisse Zeit zur Eingewöhnung benötigen. Es sei an Ilkay Gündogan erinnert, der 2011 aus Nürnberg zum BVB gekommen war, sich mehr als ein halbes Jahr herantastete und anschließend maßgeblich am Titelgewinn beteiligt war. Insofern kann man sich kaum vorstellen, dass Klopp die Geduld mit dem hochveranlagten Keïta nach so kurzer Zeit schon wieder verliert.