Auf jede offene Kaderplanstelle kommen bei einem Bundesligisten zahlreiche potenzielle Neuzugänge, mit denen sich der Klub beschäftigt. Doch das Interesse an einem Spieler zieht nur in seltenen Fällen auch einen Transfer nach sich. So auch bei den Fällen Sadio Mané und Naby Keïta. Beide wurden mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht, nun spielen sie beim FC Liverpool.

Im Interview mit der ‚Sport Bild‘ bestätigt Mané, dass es tatsächlich Gespräche mit dem Rekordmeister gab: „Wir hatten im Januar 2014 mit Salzburg ein Testspiel gegen Bayern, Trainer war damals noch Pep Guardiola. Wir überraschten sie mit unserer Spielweise. Ich schoss das erste Tor, und am Ende gewannen wir 3:0. Mein Berater Björn Bezemer informierte mich später, dass es nach diesem Spiel Kontakt zu Bayern gab.“ Wirklich konkret wurde es aber offenbar nie: „So richtig interessiert waren sie aber glaube ich nicht.“ Es folgte der Wechsel zum FC Southampton.

Bei Keïta schien es hinter den Kulissen heißer her zu gehen. RB Leipzig-Sportchef Ralf Rangnick soll in der Vergangenheit sogar mit den Bayern verhandelt haben. Von der ‚Sport Bild‘ konkret darauf angesprochen hält sich der 24-Jährige jedoch zurück. „Wir haben darüber nicht im Detail gesprochen. Für mich stand Leipzig im Fokus“, erklärt er, „es ist natürlich schön, wenn sich ein Verein wie der FC Bayern mit einem befasst, doch mein Weg hat gezeigt, dass es auch andere gute Optionen im europäischen Spitzenfußball gibt. Mit dem FC Liverpool lebe ich meinen Traum. Es ist eine sensationelle Mannschaft, in der ich spielen darf“.

Empfehlungen für Werner

Keïta könnte nicht der einzige Spieler bleiben, den es von Leipzig nach Liverpool zieht. Timo Werner wird immer wieder mit dem LFC in Verbindung gebracht. Sein ehemaliger Teamkollege empfiehlt ihm einen Wechsel: „Wir haben in Leipzig sehr gut zusammengespielt, und er war einer meiner besten Freunde. Es ist doch klar: Sollte er wechseln, dann bitte ich Timo, dass er zu uns nach Liverpool kommt.“

Mané sieht das ähnlich. „Wenn das wirklich stimmt, dann (empfehle ich, Anm. d. Red.) natürlich Liverpool“, so der Senegalese. Auf die Frage, warum er Werner überhaupt kenne, liefert der Flügelspieler einen durchaus kuriosen Grund: „Als klar war, dass Naby zu uns wechseln wird, habe ich mir die Spiele von Leipzig oft angesehen. Aber ehrlich gesagt: Es war für mich zunächst furchtbar. Naby hat einige Rote Karten bekommen.

Der 26-Jährige führt aus: „Ich habe daraufhin Kevin Kampl, meinen Freund aus der Zeit bei RB Salzburg, gefragt: ‚Warum bekommt Naby immer Platzverweise?‘ Er wusste es auch nicht. Naby hat dadurch viele wichtige Spiele verpasst, und ich konnte auf andere Spieler achten. Dabei ist mir Timo aufgefallen.“ Werners Vertrag bei RB läuft noch bis 2020. Ein Wechsel im Sommer ist wahrscheinlich. Als heißester Kandidat auf eine Verpflichtung gilt der FC Bayern.