Die TSG Hoffenheim wird sich strecken müssen, um Roberto Firmino im Sommer von einem Verbleib überzeugen zu können. Zahlreiche europäische Topklubs strecken die Fühler nach dem brasilianischen Topstar des Tabellensiebten aus. Am Ende ist es dann neben sportlichen Argumenten auch eine Frage des Geldes. Und genau an dieser Stelle traf der von Dietmar Hopp subventionierte Klub vor rund viereinhalb Jahren eine Vernunftsentscheidung: Der damals überragende Spielmacher Carlos Eduardo wurde für 20 Millionen Euro an den russischen Klub Rubin Kazan verkauft.

Da machte es auch nichts, dass viele Experten schon zum damaligen Zeitpunkt nicht verstanden, aus welchem Grund sich ein 23-Jähriger, dem sämtliche Wege offenstanden, für die russische Premier Liga entschied. Und sie behielten Recht, denn seitdem ist Eduardo in der Versenkung verschwunden. Auf europäischem Parkett sieht man ihn nur noch selten, zuletzt war er eineinhalb Jahre an Flamengo verliehen.

Schalke im Rennen?

Laut der Zeitung ‚Izvestia‘ hat Schalke 04 ein wenig in den jüngeren Geschichtsbüchern der Bundesliga geblättert und ist auf den ehemaligen Hoffenheimer gestoßen. Dem Bericht zufolge würden die ‚Königsblauen‘ Eduardo gerne zurück in die Bundesliga lotsen. „Ich habe Angebote aus der Bundesliga“, zitiert das Blatt den heute 27-Jährigen, der in dieser Saison immerhin wieder Stammspieler in Kazan ist.

Ob er Schalke im Rennen um die Champions League-Qualifikation weiterhelfen würde, ist fraglich. Verbirgt ist hingegen, dass Horst Heldt angesichts der anhaltenden Verletzungssorgen noch mindestens einen Offensivspieler nach Gelsenkirchen lotsen möchte. Sollte Eduardo auf Leihbasis mit anschließender Kaufoption zu haben sein, wäre das Experiment womöglich einen Versuch wert.

Denn fußballerisch hat der begnadete Linksfuß alles drauf, ist schnell, wendig und verfügt über einen ausgezeichneten letzten Pass. Das Transferfenster ist bis zum 2. Februar geöffnet. Bis dahin wird Heldt noch einige Spieler sichten. Eduardo ist dann zumindest ein Kandidat.