Schon seit 2008 zieht Lars Ricken die Fäden der Dortmunder Jugendarbeit. In dieser Zeit hat er einige Spieler kommen sehen, die den BVB Jahre später als europäische Topstars verließen. Vor allem bei jungen Talenten beweist die Borussia immer wieder ein glückliches Händchen.

Für Ricken ist es kein Zufall, dass sich in den vergangenen Jahren immer wieder junge Spieler in den Vordergrund spielen konnten. „Es ist eine klare und offensichtliche Strategie, Superstars nicht zu kaufen, sondern sie hier auszubilden“, sagt der 43-Jährige der ‚BBC‘. „Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembélé waren keine Superstars, als sie zu uns kamen, wir haben sie dazu gemacht. Das ist wichtig für den Klub.

Sancho, Haaland, Reyna

Wie wichtig es für den Klub ist, sich auf die nachkommende Generation verlassen zu können, zeigt die aktuelle Saison. Dortmunds Topscorer Jadon Sancho (19) hat bereits 32 Torbeteiligungen gesammelt, Neuzugang Erling Haaland (19) steht bei neun Torbeteiligungen aus fünf Pflichtspielen.

Daneben spielt auch Giovanni Reyna seit dem Jahreswechsel eine größere Rolle beim BVB. Der 17-Jährige feierte vor knapp einem Monat sein Profidebüt. Für den Nachwuchskoordinator ist dies das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses: „Als Gio nach Dortmund kam, wussten wir schon, dass er Profi wird. Die Frage war nur, wann er den Sprung schaffen wird.“

Insgesamt sei es für den BVB das Ziel, Spieler aus Dortmund und dem näheren Umfeld auszubilden. „Doch wenn wir ausländische Spieler finden, die Potenzial haben, werden wir das Risiko eingehen und versuchen, sie zu verpflichten.“ Die Dortmunder Fans dürfen schon vom nächsten Sancho träumen.