Lange standen Héctor Moreno (Espanyol BarcelonaI) und Carlos Zambrano (Eintracht Frankfurt) auf der Liste des VfB Stuttgart. Mit dem Rücktritt von Armin Veh und der Ankunft von Huub Stevens änderte sich zwar nichts an dem Plan, im Winter einen neuen Innenverteidiger an Bord zu holen, doch die Kandidatenliste wurde überarbeitet. Jan-Arie van der Heijden (Vitesse Arnheim), Timm Klose (VfL Wolfsburg) und Felipe Santana (Schalke 04) verdrängten die von Veh empfohlenen Moreno und Zambrano.

Doch die Schwaben haben offenbar noch weitere Namen auf der Liste. Wie die französische Sportzeitung ‚L’Équipe‘ in ihrer heutigen Printausgabe berichtet, fiel in Stuttgart auch schon der Name Mickael Ciani. Der 30-jährige Innenverteidiger steht noch bis Saisonende bei Lazio Rom unter Vertrag, wäre dann im Sommer ablösefrei zu haben. Mit 191 Spielen in der Ligue 1 und 43 Einsätzen in der Serie A würde Ciani vom Papier her die nötige Erfahrung mitbringen, um die jungen Antonio Rüdiger und Timo Baumgartl anzuleiten.

Womöglich hat der 1,92 Meter große Abwehr-Brocken aber genug mit sich selbst zu tun, als dass er auf Anhieb eine Führungsposition bekleiden könnte. Bis Anfang Februar fällt Ciani noch mit einer Oberschenkelverletzung aus, könnte also nicht sofort weiterhelfen. Zudem ist die Karriere des Routiniers seit einigen Jahren ins Stocken geraten.

In Frankreich vor Jahren als großes Talent gefeiert, erhielt Ciani vor der EM 2010 eine Einladung zum Freundschaftsspiel der ‚Équipe Tricolore‘. Beim 0:2 gegen Spanien erwischte der Abwehrspieler dann aber einen rabenschwarzen Tag. Es blieb sein einziges Spiel im Nationaldress. Gut zwei Jahre später verließ Ciani seinen Klub Girondins Bordeaux und heuerte bei Lazio an. Seine Leistungen sind seitdem durchwachsen. Zwar ist Ciani kopf- und zweikampfstark, die nötige Dynamik lässt er jedoch vermissen. Höchst fraglich, ob dieser Mann die Abwehrsorgen beim VfB lindern kann. Auf Anhieb ohnehin nicht.