Hans-Joachim Watzke hat sich kritisch über den Leihwunsch von André Schürrle geäußert. „Ganz offen und ehrlich gesagt: Beide Seiten sind – Stand jetzt – noch nicht zufrieden“, leitet der Geschäftsführer von Borussia Dortmund seinen Tadel gegenüber der ‚Welt‘ ein. Berater Ingo Haspel sollte „vielleicht auch ein bisschen Ursachenforschung betreiben“, so Watzke, „woran liegt es, dass es nicht funktioniert? Es scheint ja nicht nur bei uns in Dortmund bis jetzt nicht funktioniert zu haben.“

Zwei magere Treffer hat der – wenngleich verletzungsgeplagte – Weltmeister in eineinhalb Jahren für den BVB erzielt. „Er hat alle Möglichkeiten, er wird immer wieder die Chance bekommen, sich zu zeigen. Aber in letzter Konsequenz muss er das sportlich lösen“, appelliert Watzke an die Durchsetzungskraft von Schürrle.

Offenkundig ist man bei den Schwarz-Gelben unzufrieden mit dem schnellen Außenstürmer, der sich im Kampf um einen Platz in der Startelf zu selten aufdrängt. Nun steht eine Leihe im Raum, doch längst ist nicht sicher, dass Schürrle dieser Wunsch auch gewährt wird. Denn neben dem ehemaligen Mainzer schielt auch Alexander Isak auf einen vorübergehenden Wechsel.

FT-Meinung: Seine satten 30 Millionen Euro Ablöse hat Schürrle bislang zu keinem Zeitpunkt gerechtfertigt. Watzke prangert an, dass sich der 27-Jährige zu sehr in seinen Reservisten-Schmollwinkel verzogen hat. Wie es mit Schürrle weitergeht, ist völlig offen. Auch ein Verkauf ist nach dieser offenherzigen Kritik nicht mehr ausgeschlossen.