Die Fans des SV Werder Bremen werden zurzeit nicht so recht wissen, was sie mit Serge Gnabry anfangen sollen. Auf der einen Seite brauchen die Werderaner ihren Jungnationalspieler wohl mehr als jeden anderen Akteur des Kaders. Auf der anderen Seite ist klar: Wenn Gnabry seine phänomenalen Leistungen in der Rückrunde bestätigt, wird er im Sommer kaum zu halten sein.

Gnabry selbst weiß das offenbar auch. „Über meine Zukunft entscheidet, wie ich jetzt und heute spiele. Darum versuche ich mich auf das Jetzt zu konzentrieren“, zitiert die ‚Bild‘ den 21-Jährigen. Dennoch lässt er sich auf kein Treuebekenntnis ein: „Stand heute habe ich nicht vor, im Sommer zu wechseln. Aber was in der Zukunft passiert, hängt von meinen Leistungen ab. Was ist, wenn Chelsea oder Arsenal anklopfen? Ich versuche, jetzt alles für Werder zu geben.“

In Bremen hofft man immer noch, Gnabry von einem längerfristigen Engagement überzeugen zu können. „Ich hoffe, dass wir ihm den Weg ebnen können, dass es noch länger geht mit ihm bei uns“, verrät Trainer Alexander Nouri dem ‚Weser-Kurier‘. Es habe ein „gutes Gespräch“ zwischen ihm und dem Spieler gegeben.

Abgang zum Schnäppchenpreis?

Ein Abgang Gnabrys wäre für den SVW doppelt bitter. Einen Offensivmann seiner Güteklasse als Ersatz zu finden, wird für Werder unmöglich sein. Zudem wäre der gebürtige Stuttgarter laut ‚Bild‘ aufgrund einer Ausstiegsklausel wohl zum Schnäppchenpreis von acht Millionen Euro zu haben. „Das kam nicht aus meinem Mund. Deshalb habe ich dazu wenig zu sagen. Oder gar nichts“, will Gnabry diese standesgemäß jedoch nicht kommentieren.

FT-Meinung: Gnabry bringt es selbst gut auf den Punkt: „Was ist, wenn Chelsea oder Arsenal anklopfen?“ Sollte der 21-Jährige seine Leistungen bestätigen und ein gutes Angebot in der Werder-Geschäftsstelle eingehen, ist er im Sommer wieder weg.