Mit Mario Gómez verfügt der VfL Wolfsburg nur über eine erfahrene Option für das Sturmzentrum. Die jungen Victor Osimhen und Borja Mayoral sind mit der Härte des Bundesligaabstiegskampfs noch nicht vertraut. Als mögliche Kaderergänzung wurde zuletzt Manolo Gabbiadini gehandelt. Der SSC Neapel hängte dem Italiener aber ein 20 Millionen Euro schweres Preisschild um.

Angesichts der hohen Investitionen bei den Transfers von Yunus Malli, Paul-Georges Ntep und Riechedly Bazoer muss der VfL bei der Stürmersuche unter Umständen kürzertreten. Wie FT erfuhr, ist nicht zuletzt deshalb Gaëtan Laborde ins Fadenkreuz der Wölfe geraten. Der Franzose steht noch bis 2019 bei Girondins Bordeaux unter Vertrag und erlebt derzeit die erfolgreichste Phase seiner Karriere.

Nach einer guten Saison bei Leihklub Clermont Foot in der Ligue 2 kehrte der 22-Jährige zu Beginn der laufenden Spielzeit zu seinem Heimatverein zurück. In 18 Einsätzen gelangen dem Mittelstürmer drei Tore und zwei Vorlagen. Eine überschaubare Quote. Labordes Stärken liegen jedoch ohnehin woanders, wie der französische FT-Korrespondent Khaled Karouri erklärt.

Laborde ist eine Nummer neun“, meint er, „athletisch und aggressiv. Er liebt es, den Kontakt der Verteidiger zu suchen.“ Zwar müsse der 22-Jährige noch mehr zum „Killer werden“, jedoch sei er bereits jetzt „pures Gift“ für jeden Abwehrspieler. Ein wahrer Verteidiger-Schreck also, der im Kader des VfL noch fehlt. Ob sich Laborde jedoch vorerst mit der Rolle als Backup des gesetzten Gómez anfreunden kann, steht auf einem anderen Blatt.