Nach zähen Verhandlungen entschied Schalke 04 im Sommer, Eigengewächs Leroy Sané in die internationale Welt des Fußballs zu entlassen. 50 Millionen Euro, die Manchester City auf den Tisch legte, hatten Christian Heidel und S04 schließlich überzeugt. In der Folge war klar: Schalke braucht einen neuen Mann für die Flügel mit Tempo und Format. Serge Gnabry wurde gehandelt, ebenso wie Daniel Caligiuri. Am Ende aber zauberte Heidel erneut einen Kandidaten aus der königsblauen Schieberkappe, dessen Name überraschte – und Hoffnung machte: Yevgen Konoplyanka.

Die hohen Erwartungen, die der Schalker Anhang an den ukrainischen Offensivstar stellte, konnte er zu Beginn aber mitnichten erfüllen. Konoplyanka benötigte unverkennbar etwas Zeit, sich in Gelsenkirchen zu akklimatisieren. Seine ersten Auftritte waren wenig berauschend. Nur einmal stand er bis heute in der Bundesligastartelf. Zwischenzeitlich nahm ihn Trainer Markus Weinzierl sogar ganz aus dem Kader. Mittlerweile aber ist der 27-Jährige auf Schalke angekommen, kann seine unzweifelhaften Fertigkeiten zunehmend entfalten, wenngleich noch immer deutlich mehr kommen kann.

Verhandlungen in der Winterpause

Für ein Jahr ist Konoplyanka vom FC Sevilla ausgeliehen. Für den Anschluss sicherte sich Schalke eine Kaufoption, die bei rund 14 Millionen Euro liegt. Die Sport Bild‘ behauptete vor knapp zwei Wochen, diese liege bei 12,5 Millionen und werde verpflichtend, sobald der ukrainische Nationalspieler eine bestimmte Anzahl von Spielen für die Knappen absolviert hat. Diese hätte Konoplyanka – der zu diesem Zeitpunkt elfmal für S04 aufgelaufen war – schon bestritten, so das Fachblatt.

Dass Schalke den Ukrainer bereits verpflichtet hat, ist allerdings falsch, sagt Pavlo Zhelyezov im Gespräch mit FT. Zhelyezov pflegt sehr gute Kontakte in die ukrainische und russische Sportszene – unter anderem zum Umfeld von Konoplyanka. Ende August, als erste Berichte aufkamen, der Linksaußen könnte zu Schalke wechseln, konnte Zhelyezov das zunächst lose Gerücht aus erster Hand bestätigen. Vor knapp drei Wochen widerlegte er eine Meldung von ‚Sky Sport News HD‘, der zufolge sich Konoplyanka verletzt haben sollte.

Allerdings, so Zhelyezov gegenüber unserer Redaktion weiter, plant S04, die Kaufoption für Konoplyanka zu ziehen. Verhandelt wird in der Winterpause. Dann möchte Königsblau den Ukrainer fest verpflichten, so der Plan. Ab der Rückrunde wäre Kono dann dauerhaft ein Schalker.