Alexis Sánchez hat bei Manchester United keine Zukunft mehr. Die AS Rom würde den Flügelspieler zwar gerne nach Italien holen, wird derzeit aber vom fürstlichen Salär des Chilenen abgeschreckt. Beim englischen Rekordmeister ist man laut der ‚Sun‘ bereit, den Römern Geld zu bezahlen, damit United den Großverdiener mit seinem kolportierten Jahresgehalt von 28 Millionen Euro von der Gehaltsliste streichen kann.

Im Old Trafford wird der 30-Jährige wohl nicht mehr auflaufen. Ole Gunnar Solskjaer drohte, Sánchez in die zweite Mannschaft zu verbannen, sollte der Offensivspieler sich weigern, den Verein zu verlassen. Bei Manchester United gilt Sánchez inzwischen als einer der größten Transferflops aller Zeiten, dabei wurden die Red Devils im Januar 2018 noch für die Verpflichtung gefeiert.

Alexis Sánchez, der Superstar

Alexis ist einer der besten Offensivspieler der Welt, er wird unsere junge und talentierte Gruppe von Offensivspielern komplettieren“, schwärmte José Mourinho noch bei der Vorstellung des Chilenen. Sánchez war gerade mit einer Empfehlung von 125 Scorerpunkten in 166 Partien für den FC Arsenal zum Konkurrenten Manchester United gewechselt.

Bei den Gunners wog der Verlust des Flügelspielers schwer. Im Kampf um die Champions League-Plätze ging dem Team von Arsène Wenger in der Rückrunde der Saison 2017/18 die Puste aus. Von den ausstehenden 17 Ligaspielen konnte Arsenal lediglich acht für sich entscheiden. Der FC Arsenal hatte nach Meinung einiger Experten seinen einzigen Spieler von Weltklasseformat verloren.

Dem Transfer haftete ein Vergleich zum damaligen Wechsel von Gunners-Kapitän Robin van Persie zum Rivalen aus Manchester an. Im Jahr 2012 wechselte der Stürmer den Verein und gewann mit den Red Devils direkt im ersten Jahr die Meisterschaft. In 105 Pflichtspielen gelangen dem Niederländer 58 Tore und 21 Assists. Der Transfer von Alexis Sánchez sollte eine ähnliche Erfolgsgeschichte werden – und wurde zum Albtraum.

Alexis Sánchez, der Transferflop

Die Offensivrakete hob nach dem Wechsel ins Old Trafford nie wirklich ab. In der Rückrunde nach dem Wechsel kam der Chilene zu drei Toren und fünf Assists in 16 Einsätzen. Statistisch gesehen waren die ersten vier Monate bei Manchester United aber immer noch die besten, die der 30-Jährige für die Red Devils jemals absolvieren wird.

In der Saison 2018/19 sollte Sánchez richtig durchstarten, hatte er doch eine ganze Sommervorbereitung Zeit, sich bei seinem neuen Arbeitgeber einzugewöhnen. Herausgekommen sind in der abgelaufenen Spielzeit gerade einmal zwei Treffer – wettbewerbsübergreifend. In der Theorie hat United also rund 14 Millionen Euro pro Tor bezahlt.

Der chilenische Nationalspieler lebt von seiner Fitness und Dynamik. Doch mehrere Verletzungen ließen den Offensivspieler bei United immer wieder zurückfallen. Unter Mourinho sowie Solskjaer fand Sánchez nie mehr zu alter Stärke zurück. Als einer der bestbezahlten Spieler in der Premier League ist der 30-Jährige daher innerhalb von eineinhalb Jahren untragbar geworden.