Vor ziemlich genau einem Jahr war der FC Barcelona die Lachnummer auf dem Transfermarkt. Neymar hatte die Blaugrana mit seinem Abschied per Ausstiegsklausel schwer geschockt und etliche geplante Neuverpflichtungen ließen sich nicht realisieren. Und auch die Personalie Marco Verratti hatte man im Camp Nou völlig falsch eingeschätzt.

Barça bemühte sich eifrig um den Italiener und war sich lange Zeit sicher, dass steter Tropfen den Stein schon höhlen wird. Doch Paris St. Germain blieb standhaft und ließ Verratti trotz dessen Wunsch nach Veränderung nicht ziehen. Eine wirkliche Alternative hatte Barcelona allerdings nicht in der Hinterhand. Am Ende kam der Brasilianer Paulinho für stolze 40 Millionen Euro aus China. Auch bei Ousmane Dembélé zahlte Barça deutlich mehr als den Marktwert, da man vom Neymar-Weggang auf dem falschen Fuß erwischt worden war.

Doch die Katalanen haben ihre Lektion gelernt. In diesem Sommer ist alles ein klein wenig anders. Mit Aleix Vidal, Marlon, Yerry Mina, Lucas Digne, Gerard Deulofeu und André Gomes konnte man endlich mal etliche Ergänzungsspieler teilweise für gutes Geld an den Mann bringen. Und auch bei den Neuverpflichtungen ist eine Strategie erkennbar. Denn neben Plan A gibt es mittlerweile auch Plan B.

Als sich abzeichnete, dass der FC Chelsea Willian nicht ziehen lassen wird, schnappte Barça sich kurzerhand Malcom. Ähnlich lief es bei Adrien Rabiot ab. Der Franzose zögerte seinen Abschied von PSG hinaus und so schlug der spanische Meister stattdessen bei Arturo Vidal zu. Mit Mittelfeldspieler Arthur und Clément Lenglet wurden zudem perspektivisch zwei Spieler dazugeholt. Die Peinlichkeiten des Vorjahres sind somit weitestgehend vergessen. Und mit einem starken und ausgeglichenen Kader wird das Triple anvisiert.