Leihgabe Krätzig: Keine Bayern-Perspektive trotz Traumstart?

von Lukas Hörster - Quelle: kicker
2 min.
Frans Krätzig lacht @Maxppp

Lange suchte Frans Krätzig nach seinen ersten Profieinsätzen für den FC Bayern München im Winter nach einem passenden Leihklub. Letztlich wurde es Austria Wien – bislang ein perfektes Match.

Mit dem Ziel Spielpraxis auf Profiniveau ging Frans Krätzig Anfang Februar zu Austria Wien – und legte gleich los wie die Feuerwehr. Bei beiden bisherigen Einsätzen stand das Eigengewächs des FC Bayern als linker Schienenspieler in der Startelf, bereitete gegen den TSV Hartberg (3:1) ein Tor vor und traf gegen den SCR Altach (2:1) selbst.

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„Es waren zwei schöne Wochen für mich. Ich bin sehr gut gestartet und habe mich bei der Austria schnell eingelebt. Es ist sehr schön, in Wien zu leben und hier Fußball zu spielen. Ich habe nicht viel Anlaufzeit gebraucht, um ehrlich zu sein“, erzählt Krätzig im Gespräch mit dem ‚kicker‘ über seinen Traumstart.

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Im Januar hatten sich noch zahlreiche Leih-Optionen für Krätzig zerschlagen, sodass es so aussah, dass er weiterhin mit den Bayern-Profis trainieren, aber eben nur wenig spielen würde. Doch dann kam die Austria – in Österreich war das Transferfenster länger geöffnet – um die Ecke. „Der Verein hat in Österreich ein hohes Standing“, sagt Krätzig, der „nicht irgendwo hingehen“ wollte. „Ich will gesehen werden“, so der Linksfuß.

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Krätzigs Problem bei Bayern

Die Bayern werden bei Krätzigs Traumstart natürlich ganz genau hingesehen haben. Ein gutes halbes Jahr in Österreich würde den Blondschopf mit neuem Standing zurück nach München kommen lassen. Trotzdem wird es Krätzig auch in Zukunft ziemlich schwer haben beim Rekordmeister. Nicht nur, weil Förderer Thomas Tuchel im Sommer weg sein wird.

Verfügen die Bayern doch auch mit Alphonso Davies (23) und Raphaël Guerreiro (30) bereits über zwei gestandene Linksverteidiger im Kader. Außerdem gelten die Nachwuchskräfte Adam Aznou (17) und Maximilian Hennig (17) als noch größere Talente als der vier Jahre ältere Krätzig. Dieser kann nun bei der Austria erstmal weiter fleißig Spielpraxis und Scorerpunkte sammeln und dann im Sommer schauen, welche Türen sich öffnen – womöglich auch in der deutschen Bundesliga.

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