Was kann Eintrachts Kostic-Ersatz Pellegrini?

Luca Pellegrini ist Eintracht Frankfurts neuer Mann hinten links. Der Italiener ist als Ersatz von Filip Kostic eingeplant, verkörpert aber einen anderen Spielertypen.

Luca Pellegrini (l.) im Juve-Training
Luca Pellegrini (l.) im Juve-Training ©Maxppp

Wenn man ein Spielsystem für Filip Kostic backen müsste, wäre dies unzweifelhaft eines mit Fünferkette. Die Rolle als Schienenspieler ist dem Serben auf den Leib geschneidert. Seine dynamischen Flankenläufe sind europaweit längst ein Begriff. Und sollte Kostic seine Seite dabei einmal entblößen, kann dies durch den linken von drei Innenverteidigern perfekt aufgefangen werden.

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Nun ist der 29-Jährige aber inzwischen offiziell Spieler von Juventus Turin. Ihn beerben soll ein gewisser Luca Pellegrini, der seinerseits von der Alten Dame zu den Adlern gewechselt ist. Doch was ist der 23-jährige Pellegrini eigentlich für ein Spielertyp?

Weniger dynamisch, aber stabiler

Fakt ist: Einen Eins-zu-Eins-Ersatz für Kostic holt Markus Krösche nicht an Bord. Pellegrini ist deutlich defensiver aufgestellt als Kostic, ohne dabei das Offensivspiel komplett zu vernachlässigen. Der 1,78 Meter große Linksfuß hat eine resolute Zweikampfführung und ein sehr gutes Stellungsspiel. Darüber hinaus verfügt der designierte Neuzugang über einen starken Flankenball – das hat er gemeinsam mit seinem Vorgänger. Dynamische Läufe über den halben Platz sieht man von Pellegrini aber eher selten.

Die Folge könnte eine Systemumstellung sein. „Es kann durchaus sein, dass wir die Grundordnung ändern, um unsere Offensiv-Power auf den Platz zu bringen“, ließ Eintracht-Coach Oliver Glasner zuletzt durchscheinen.

Eintracht künftig noch offensiver

Pellegrini könnte dann in einer Viererkette zum Einsatz kommen, was ihm mit Blick auf seine Qualitäten auch besser zu Gesicht stehen würde. Mit Kostic – das musste Glasner zu Beginn der vergangenen Saison leidvoll erfahren – passte diese Variante nicht.

Nun aber, da vielversprechende neue Offensivspieler wie Randal Kolo Muani, Lucas Alario und Faride Alidou hinzugekommen sind, ist diese Umstellung unter den veränderten Gegebenheiten fast schon ein Muss.

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