Alaba- und Boateng-Nachfolge: Brazzo und Flick suchen schon

Momentan stehen die Zeichen bei Jérôme Boateng und David Alaba auf Abschied. Die Innenverteidigung beim FC Bayern stünde ziemlich verwaist da, sollten am Ende beide gehen. Hansi Flick und Hasan Sailhamidzic sondieren bereits den Markt.

Basteln am Kader: Hasan Salihamidzic und Hansi Flick
Basteln am Kader: Hasan Salihamidzic und Hansi Flick ©Maxppp

Auch wenn die Grundlage sehr unterschiedlich ist – es deutet einiges darauf hin, dass sowohl Jérôme Boateng als auch David Alaba im kommenden Sommer den Hut nehmen. Der inzwischen 32-jährige Boateng erhält kein neues Vertragsangebot, Alaba hingegen würde man liebend gerne halten. Allerdings hat man das aus eigener Sicht hervorragende Angebot zurückgezogen und hofft nun auf ein Einlenken des 28-Jährigen.

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„Ich bin mit Hasan Salihamidzic im Austausch. Wir machen uns Gedanken über die Zukunft. Jetzt sind sie aber noch Spieler vom FC Bayern und ich plane mit ihnen“, sagte Hansi Flick auf der Pressekonferenz am gestrigen Freitag.

Upamecano bleibt das Ziel

Hoch im Kurs steht weiterhin Dayot Upamecano von RB Leipzig. Die Gespräche mit dem 22-jährigen Franzosen waren schon im Frühjahr sehr weit fortgeschritten. Weil Leipzig nicht gewillt war, den Innenverteidiger unter dem Klausel-Wert von 60 Millionen Euro abzugeben, zerschlug sich die Personalie allerdings vorerst.

Inzwischen hat Upamecano verlängert, schielt aber weiterhin auf den nächsten Karriereschritt. Sein neuer Kontrakt ist bis 2023 datiert, die Ausstiegsklausel liegt aber nun bei bezahlbareren 40 bis 50 Millionen Euro.

Betonte Gelassenheit

Vor dem heutigen Heimspiel gegen Werder Bremen ist man in München darauf bedacht, dem Thema betont unaufgeregt zu begegnen. Doch klar ist auch, dass akuter Handlungsbedarf besteht. Schon im Januar könnten Boateng und Alaba für den Sommer bei ihren neuen Arbeitgebern unterschreiben – auf dieses Szenario muss der FC Bayern vorbereitet sein, auch wenn man mit Lucas Hernández (24), Niklas Süle (25), Banjamin Pavard (24) und dem inzwischen genesenen Sommerneuzugang Tanguy Nianzou (18) über Alternativen verfügt.

„Ich habe auf die Schlagzeilen in den Medien keinen Einfluss, aber auf die Gespräche mit meinen Spielern schon. Boateng hat herausragende Qualität gezeigt und zweimal das Triple gewonnen“, sagte Flick gestern.

Seine Wertschätzung für das eigene Personal ist bekannt und in keiner Weise vorgespielt. Doch auch Flick muss sich den wirtschaftlichen Prinzipien beim FC Bayern unterordnen. Das schließt ein, am Ende des Tages zwei seiner absoluten Säulen zu verlieren.

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