FC Villarreal: Emerys Kollektiv auf Champions League-Kurs

Der FC Villarreal ist stark in die neue Saison gestartet. Das gelbe U-Boot steht nach zehn Spieltagen mit 19 Punkten auf Rang drei. Unter Neu-Trainer Unai Emery hat sich die Mannschaft im Vergleich zur guten Vorsaison noch einmal gesteigert. FT wirft einen genaueren Blick auf das Team aus dem Osten Spaniens.

Paco Alcácer geht in Villarreal auf Torejagd
Paco Alcácer geht in Villarreal auf Torejagd ©Maxppp

Die Torjäger

Paco Alcácer, Gerard Moreno: Das Duo mischt La Liga bisher ordentlich auf. Beide stehen zurzeit bei fünf Treffern und harmonieren prächtig im von Unai Emery praktizierten 4-3-3-System. Moreno kommt mit Geschwindigkeit und Spielwitz über Rechtsaußen, während Alcácer als klassischer Strafraumspieler das Sturmzentrum besetzt.

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Der Star

Pau Torres: Torres ist zurzeit in aller Munde. Der Innenverteidiger erfüllt das Anforderungsprofil eines modernen Innenverteidigers. Neben sehr gutem Zweikampfverhalten zeigt der 23-Jährige einen umsichtigen und klugen Spielaufbau. Längst ist Torres auch in der spanischen Nationalmannschaft eine feste Größe, hat sich neben Sergio Ramos einen Stammplatz erarbeitet. Dies ist auch großen Klubs nicht verborgen geblieben: Zuletzt berichtete die ‚Sport‘ über ein Interesse von Real Madrid an dem Linksfuß.

Der Trainer

Unai Emery: Nach Stationen bei Paris St. Germain und dem FC Arsenal kehrte der Übungsleiter im Juli diesen Jahres in die spanische Liga zurück. Die Engagements in Frankreich und England liefen nach zuvor erfolgreichen Jahren beim FC Sevilla weniger gut – Emery wurde zweimal vor die Tür gesetzt.

Beim gelben U-Boot zeigt der 49-Jährige momentan seine Qualitäten: Kritiker warfen Emery in jüngerer Vergangenheit wenig ansehnlichen Spielstil vor, der lediglich auf Effizienz abziele. Bei Villarreal ist der Druck verglichen zu den Top-Klubs aus Frankreich und England geringer. In der spanischen Provinzstadt ist man glücklich ob des funktionierenden Kollektivs und der stabilen Grundordnung, die Emery in kürzester Zeit implementiert hat.

Die Neuzugänge

Villarreal zeigte sich sparsam im Sommer-Transferfenster, drehte jedoch an den richtigen Stellschrauben und verbesserte den Kader nachhaltig. Allen voran Dani Parejo, der ablösefrei vom FC Valencia kam, stellte sich bisher als echter Glücksgriff heraus. Wie in Valencia zieht der 31-Jährige die Fäden im Mittelfeld, besticht durch gutes Passspiel und hohe Spielintelligenz.

Mit Pervis Estupiñán (22, FC Watford) verpflichtete Villarreal vor der Saison einen neuen Linksverteidiger für rund 17 Millionen Euro. Der dynamische Linksfuß deutete zuletzt sein Potenzial beim 1:1 gegen Real Madrid in der Liga an, kommt allerdings zumeist von der Bank – aktuell hat Leih-Rückkehrer Alfonso Pedraza (24, Betis Sevilla) die Nase vorn.

Hinzu kommen Francis Coquelin (29) und Gero Rulli (28), die fest verpflichtet wurden und den Kader in der Breite verstärken. Die Leihspieler Takefusa Kubo (19, Real Madrid) sowie Juan Foyth (22, Tottenham Hotspur) konnten sich bisher nicht durchsetzen. Foyth stand lediglich eine Minute auf dem Rasen, bei Kubo reichte es bis dato für zehn kürzere Einsätze.

Das Erfolgsrezept

Villarreals größte Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Die Defensive ist gut organisiert, der läuferische Aufwand meist sehr hoch. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit, die Villarreal bereits auf Rang fünf abschloss, wirkt die Mannschaft nun noch gefestigter. Trotz Platz drei und 19 Punkten hat der Klub jedoch gerade spielerisch noch Potenzial nach oben – 14 Tore aus zehn Spielen sind alles andere als eine Fabelquote.

Sieben ungeschlagene Spiele in Serie, darunter zwei Unentschieden gegen die Schwergewichte aus der spanischen Hauptstadt (0:0 gegen Atlético Madrid, 1:1 gegen Real Madrid) lassen sich jedoch sehen und verdeutlichen, wie schwer das Kollektiv von Unai Emery in dieser Saison zu schlagen ist.

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