Weghorst-Erbe: Wolfsburgs Bialek meldet Ansprüche an

Er brauchte ein paar Monate Anlauf, jetzt scheint Bartosz Bialek den Sprung in die Bundesliga hinzubekommen. Er könnte der große Profiteur werden, sollte der VfL Wolfsburg in naher Zukunft seinen Sturm umbauen.

Jung- und Leitwolf: Bartosz Bialek (l.) und Wout Weghorst
Jung- und Leitwolf: Bartosz Bialek (l.) und Wout Weghorst ©Maxppp

„Bartosz erinnert mich ein wenig an mich“, lobte Wout Weghorst (28) seinen jungen Kollegen Bartosz Bialek im Gespräch mit dem ‚kicker‘, „ich sehe an ihm einige Dinge, die ich anfangs auch so gemacht habe.“ Es scheint ganz so, als würde der seit Monaten überragende Knipser des VfL Wolfsburg seine eigene Nachfolge regeln.

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Weghorst dürfte mit seinen positiven Eindrücken von Bialek nicht allein dastehen. Seit November beweist der Pole aufsteigende Form – die Minuten werden mehr, die Tore kommen fast schon automatisch. „Er ist ruhig im Abschluss, hat eine gute Technik und einen robusten Körper“, zählt sein Sturmpartner die Parallelen auf.

Sprung geschafft

Weghorst wird mit Aussprache dieser Worte natürlich Bialeks Treffer gegen Mainz 05 im Sinn gehabt haben. Den Zuckerpass von Maximilian Arnold gut verarbeitet, trocken mir rechts abgeschlossen – zweiter Saisontreffer. Der 19-Jährige weiß jetzt, wie es geht in der Bundesliga.

Dass sich Bialek, im Sommer für fünf Millionen Euro von Zaglebie Lubin gekommen, naturgemäß an das ungleich höhere Tempo gewöhnen musste, war auch FT nicht verborgen geblieben. Den Torriecher hat er – das bewies der 1,91-Schlaks in seiner Heimat. Einen Tag vor seinem 18. Geburtstag fiel der erste von neun Treffern in der Ekstraklasa.

Nutznießer der Stürmerrochade?

Bialek hat sich genau zur richtigen Zeit eingegroovt. Ewig wird Platzhirsch Weghorst nicht mehr in Wolfsburg spielen – kommt es hart auf hart, ist der Niederländer schon in wenigen Tagen weg. Selbiges könnte im Fall des zur Nummer drei degradierten Daniel Ginczek (29) eintreten.

Wie zuletzt aus der Türkei zu vernehmen war, scheint VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke mit der Verpflichtung von Bursaspors Ali Akman zu reagieren – einer 18-jährigen Perspektivlösung. Nicht ausgeschlossen, dass Bialek schneller die neue Nummer eins im Wolfsburger Sturm ist, als das manch einer vermutet hätte. Ansprüche darf er jedenfalls anmelden.

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