Hertha in Leipzig: Schein oder Sein?

Am heutigen Mittwoch (18:30 Uhr) empfängt RB Leipzig die Hertha aus Berlin. Für die Mannschaft von Bruno Labbadia ist es die größte Herausforderung seit der Amtsübernahme des neuen Trainers.

Matheus Cunha (m.) wechselte im Januar zu Hertha BSC
Matheus Cunha (m.) wechselte im Januar zu Hertha BSC ©Maxppp

Investoren, die mit Millionen und Anglizismen in die Big City Berlin kamen, zwei Trainerentlassungen, der Rücktritt von Jürgen Klinsmann samt privater Einblicke in sein Tagebuch, (wohl überteuerte) Rekordtransfers und ungeschönte Einblicke in die Umkleidekabine eines Bundesligisten in Zeiten von Corona – Hertha BSC hat in dieser Saison schon für einige Schlagzeilen gesorgt.

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Mittlerweile liegt es an Bruno Labbadia – Trainer Nummer vier in dieser Saison –, die störrische Alte Dame aus Berlin zu besänftigen. Seit Übernahme des Traineramts vor einigen Wochen hat auch der 54-Jährige bereits für einige Schlagzeilen gesorgt. Der wichtige Unterschied zur Zeit vor seiner Ankunft: Sie berichten positiv über die Hertha.

Labbadias neue Hertha

Zwei Spiele haben die Berliner unter Labbadia absolviert, zweimal gewannen sie. Ein Torverhältnis von 7:0 zeugt zudem von einer neuen Dominanz der Mannschaft. Labbadias Elf agierte bei den Siegen gegen die TSG Hoffenheim und Union Berlin so furchtlos wie der Trainer selbst, der nicht davor zurückschreckte, Stars wie Krzysztof Piatek auf die Bank zu setzen.

Stattdessen belebte Labbadia den zuvor bereits aussortierten Vedad Ibisevic wieder, der als Wandspieler die schnellen Außen Matheus Cunha und Dodi Lukebakio einzusetzen weiß. Die bereits verlorengeglaubte Saison könnte so doch noch ein unerwartetes Happy End nehmen. Nur noch vier Punkte trennen die Herthaner von einem Europa League-Platz.

Das Ende des Aufwärtstrends?

Die vergangenen Monate haben aber gezeigt, dass in Berlin dann alles doch ganz schnell ins Negative kippen kann. Die kommende Partie auswärts bei RB Leipzig könnte so zum Schlüsselspiel für die Labbadia-Elf werden. Bestätigt man die starke Leistung aus den vergangenen Spielen oder gerät man beim ersten wirklich starken Gegner unter die Räder (Hinspiel 2:4)?

Folglich ist Labbadia bemüht, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen. „Wir lassen uns nicht blenden und drehen nicht durch, weil wir das Derby mit 4:0 gewonnen haben. Wir bleiben sachlich“, so der 54-Jährige. Hertha habe trotz den jüngsten zwei Siegen noch einen „langen Weg“ vor sich.

Ein Weg, der weiter in Richtung Europa oder aber ins nächste Tief führen könnte. Nur eines scheint sicher: Hertha wird auch in Zukunft weiter für Schlagzeilen sorgen.

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