Havertz: Bayer plant das Modell Werner – keine Lust auf Bayern?

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  • Quelle: kicker

Nach der Saison wollte Kai Havertz seinen Jugendklub Bayer Leverkusen verlassen. Das Saisonende ist aber mittlerweile ebenso ungewiss wie der Wechsel. Der Werkself schwebt offenbar ein konkretes Modell vor, von dem beide Seiten profitieren könnten.

Kai Havertz könnte der Werkself erhalten bleiben
Kai Havertz könnte der Werkself erhalten bleiben ©Maxppp

Mit dem Abschied von Kai Havertz hatte sich Bayer Leverkusen längst abgefunden. Noch nach dem massiven Corona-Ausbruch in Deutschland ging Trainer Peter Bosz davon aus, dass das Offensivjuwel die Werkself für über 100 Millionen Euro verlassen wird. Mit jedem Tag, an dem der Fußball pausiert und den Klubs dadurch mehr und mehr das Geld durch die Finger rinnt, wird ein Wechsel aber unwahrscheinlicher.

An der Bayer-Forderung hat sich indes nichts geändert. Im November hatte Geschäftsführer Fernando Carro das Preisschild auf 126 Millionen Euro festgelegt. Jene Summe, die Atlético Madrid für João Félix lockergemacht hat „und Kai Havertz sehe ich keinesfalls schlechter“, so der 55-Jährige.

Verlängerung mit Ausstiegsklausel

Für den ‚kicker‘ steht jedoch fest, dass eine solche Summe in diesem Sommer nicht zu bekommen ist. Obwohl Havertz den Klub verlassen will, könnte daher eine Vertragsverlängerung die Lösung sein. Das Vorbild heißt Timo Werner. Der 24-Jährige wollte RB Leipzig vor einem Jahr verlassen, die Bayern machten aber kein konkretes Angebot. Werner verlängerte und sicherte sich eine Ausstiegsklausel.

Mit Havertz könnte man ähnlich verfahren. Laut dem Fachblatt würde ihm die Werkself eine Ausstiegsklausel im „hohen zweistelligen Millionenbereich“ zusichern und den Kontrakt bis 2023 verlängern. Eine satte Gehaltserhöhung wurde dem Ausnahmekönner ohnehin bereits Ende des vergangenen Jahres gewährt.

Ein solches Modell hätte auch für den 20-Jährigen Vorteile. Da die EM ebenfalls um ein Jahr verschoben wurde, könnte sich Havertz in seinem gewohnten Umfeld empfehlen. Und im Anschluss hätte er die Gewissheit, dass er den Klub verlassen kann.

Bayern chancenlos?

Denn eins steht fest: Bayer wird das wohl größte Talent der Klubgeschichte nicht verramschen. Für Sportgeschäftsführer Rudi Völler ist klar: „Wir haben mit Kai den besten deutschen Spieler der nächsten zehn Jahre.“

Folgerichtig bewirbt sich vor allem der FC Bayern um den siebenfachen Nationalspieler. Wie der ‚kicker‘ aber durch „diverse Insider der Branche“ erfahren haben will, „zieht es Havertz nicht“ zum Rekordmeister. Wenn er aber doch auf einen Wechsel in diesem Sommer besteht, sind die Münchner laut dem Fachblatt die einzige wirkliche Option.

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