Ligue 1

Fall Brunner wird zum Politikum

Eigentlich kommt die Karriere von Paris Brunner gerade in Schwung. Doch jetzt ist Ärger in Sicht.

von Lukas Hörster - Quelle: L’Équipe
1 min.
Paris Brunner jubelt über ein Tor der AS Monaco @Maxppp

Paris Brunner (20) hat bei der AS Monaco eine echte Leistungsexplosion hingelegt. Das ehemalige Toptalent von Borussia Dortmund traf fünfmal in den ersten sechs Pflichtspielen der neuen Saison und gilt bereits als Kandidat für den ersten DFB-Kader von Jürgen Klopp, den der Bundestrainer am Donnerstag bekanntgeben wird.

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Doch Brunners Lauf im Fürstentum droht nun jäh gestoppt zu werden. Hintergrund: Der später zum Spieler des Spiels gewählte Stürmer bejubelte sein Traumtor am Samstag gegen Racing Straßburg (1:1) mit einer Kopf-ab-Geste Richtung Publikum. Da dies im Spielbericht vermerkt wurde, stand schnell eine Sperre im Raum.

Neue Informationen dazu liefert jetzt die ‚L’Équipe‘: Demnach hat sich Frankreichs Nationaler Ethik-Rat eingeschaltet, sodass der Fall zum Politikum wird.

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Matthieu Margueritte von der französischen FT-Partnerredaktion Foot Mercato erläutert: „Der Nationale Ethik-Rat (Comité national de l’Ethique, CNE) ist eine vom französischen Fußballverband (FFF) unabhängige Organisation. Er wacht etwa über die Einhaltung von Werten oder Integrität, hat jedoch keine Sanktionsbefugnisse. Stellt der CNE ein Problem fest, kann er die Angelegenheit lediglich an die Disziplinarkommission der französischen Liga (LFP) weiterleiten. Genau das hat der CNE im Fall Brunner getan. Nun liegt es also am Disziplinarausschuss zu entscheiden, wie lange Brunner gesperrt wird.“

Brunner verteidigt sich

Der ‚L’Équipe‘ zufolge stehen wegen „bedrohlichen Verhaltens“ bis zu vier Spiele Sperre im Raum. Brunner selbst hatte sich bereits nach der Partie im Elsaß zur Szene geäußert: „Sie haben über meine Familie, meine Mutter und meinen Vater gesprochen. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beleidigt haben. Nach dem Tor waren viele Emotionen im Spiel, vor allem nach einem solchen Treffer. Ich wollte nicht respektlos sein. Ich würde nicht sagen, dass ich es bereue, aber das war nicht die Botschaft, die ich vermitteln wollte. Es wurde falsch verstanden. Was ich sagen wollte, war: Was für ein Tor, das war’s.“

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