Veh, Nagelsmann und Co.: Das Trainer-Karussell beim BVB

von Remo Schatz - Quelle: Bild
1 min.
„Da brauch wir einen, auf der Sechs“, zeigt Julian Nagelsmann an @Maxppp

Peter Bosz darf vorerst seinen Trainerjob bei Borussia Dortmund behalten. Sportliche Gründe oder gar neue Hoffnungen in den Niederländer liegen dieser gestrigen Entscheidung nicht zugrunde. Vielmehr fehlen offenkundig die Alternativen. Nun werden neue Namen mit dem BVB in Verbindung gebracht.

Ich habe die klare Erwartung an dich und dein Team, dass ihr in dieser Woche gemeinsam mit Zorc alles auf den Prüfstand stellt. Da darf es keine Denkverbote gehen. Danach werde ich dazustoßen, dann werden wir das kritisch, aber auch konstruktiv bewerten.“ Die gestrigen Worte von Hans-Joachim Watzke auf der Jahreshauptversammlung klangen wie eine Warnung an die Adresse von Peter Bosz.

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Borussia Dortmund ist längst nicht mehr davon überzeugt, dass Bosz den Bock noch umstoßen kann. Vor allem aber das Timing wäre für den neuen Trainer suboptimal. Am kommenden Wochenende geht es zur wiedererstarkten Werkself aus Leverkusen und am Mittwoch in einer Woche steigt das Champions League-Abschiedsspiel bei Real Madrid. Der potenzielle neue Trainer könnte demnach gut und gerne mit zwei Niederlagen starten.

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Veh oder Hrubesch als Platzhalter?

Alternativen sind ohnehin Mangelware. Die ‚Bild‘ wirft mit Horst Hrubesch und Armin Veh zwei neue Namen in den Lostopf. Laut der Boulevardzeitung sind die beiden Trainer-Routiniers beim BVBim Gespräch“ und könnten als Truchsess fungieren, bis der neue Perspektivtrainer gefunden ist. Ob dem wirklich so ist, sei dahingestellt. Der dahintersteckende Denkansatz könnte aber der richtige sein.

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Watzke und Zorc ist klar, dass man kurz vor Weihnachten nicht den Trainer bekommt, der beim BVB die Wende und eine neue Ära à la Jürgen Klopp einleitet. Vielmehr wird das Führungsduo die Augen nach einem Trainer aufhalten, der die Champions League sicherstellen kann und im kommenden Sommer Platz für den neuen Konzepttrainer macht.

Nagelsmann als Wunschlösung

Wer dieser Messias sein soll, liegt auf der Hand. Schon im vergangenen Sommer streckte der BVB die Fühler nach Julian Nagelsmann aus. Laut ‚Bild‘-Informationen will der Pokalsieger nach dieser Saison einen erneuten Anlauf starten. Demnach ist der 30-Jährige in Diensten der TSG Hoffenheim der unumstrittene Wunschkandidat.

FT-Meinung

Plausibel

Der BVB wird wohl mit Spannung nach München schauen, wer dort im kommenden Sommer Jupp Heynckes beerben wird. Der 72-Jährige steht für ein weiteres Engagement nicht zur Verfügung. Als Kandidat wurde neben Jogi Löw und Thomas Tuchel auch immer wieder Nagelsmann gehandelt. Ereilt den Hoffenheim-Coach der Ruf aus seiner oberbayrischen Heimat, wird er diesem wohl aller Voraussicht nach folgen. Sollte sich der Rekordmeister für eine gestandeneren Cheftrainer entscheiden, könnte der BVB zuschlagen.

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