BVB: Wie geht es weiter mit Reinier?

Weder Lucien Favre noch Edin Terzic oder Marco Rose wussten etwas mit Reinier anzufangen. Die Folge: Bei Borussia Dortmund fristet der Brasilianer seit eineinhalb Jahren ein Schattendasein. Ob man die Situation auf dem Transfermarkt lösen kann, ist fraglich.

Reinier ist von Real Madrid nach Dortmund verliehen
Reinier ist von Real Madrid nach Dortmund verliehen ©Maxppp

Hätte Borussia Dortmund Reinier vor eineinhalb Jahren fest unter Vertrag genommen, wäre der Brasilianer wohl einer der größten Transferflops der jüngeren Vereinshistorie gewesen. Da es sich nur um eine Leihe handelt, halten sich die finanziellen Verluste in Grenzen. Sportlich blickt der 20-Jährige aber auf 18 verlorene Monate zurück.

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Kaum Einsätze für den BVB

Seit der Ankunft im Sommer 2020 kommt der Offensivspieler auf absolut enttäuschende 600 Einsatzminuten. Wäre er bei Real Madrid geblieben, wären es wohl kaum mehr Einsätze geworden. Erhofft hat sich der Youngster von der nachweislich ausgezeichneten Talentaufzuchtstation in Dortmund aber mehr.

„Als sich die Möglichkeit der Leihe ergab, dachten wir, dass es ein guter Ort wäre für einen jungen Spieler wie ihn. Doch Borussia hat Reinier nicht unterstützt. Ohne Zuneigung ist es unmöglich“, schimpfte zuletzt Vater Mauro Brasilia, „man versteht es nicht. Er hat keine Chancen bekommen und kämpft gegen Dinge an, die er nicht versteht. Borussia hat ihn auf wichtige Momente nicht vorbereitet und ihn nicht unterstützt. Wir haben nie einen Stammplatz gefordert, sondern immer Einsatzminuten, damit er sich entwickelt.“

Reinier will zurück nach Spanien

Das „ideale Szenario“ für seinen Zögling sei „eine Rückkehr nach Spanien“. Nach Dreiviertel der Leihe ist nun auch der BVB bereit, das Missverständnis schnellstmöglich zu beenden. Die Leihgebühr und das Gehalt würde der Bundesliga-Zweite gerne einsparen. Fünf Tage vor Transferschluss ist aber kein Lösungsansatz zu erkennen.

Wie die ‚Ruhr Nachrichten‘ berichten, sind Anfragen für den fraglos begabten Offensivspieler absolute Fehlanzeige. Eine Rückkehr nach Madrid würde wohl ebenfalls keinen Sinn ergeben und ist auch nicht im Interesse der Königlichen. Daher geht auch die spanische ‚as‘ davon aus, dass Reinier seine Leihe in Dortmund beenden wird.

Keine Zukunft in Madrid?

Denn die Madrilenen wissen sehr genau, dass der Brasilianer aktuell keine Rolle im Weißen Ballett spielen würde. Und ob sich das zur kommenden Saison ändern wird, ist mehr als fraglich.

Die ‚Ruhr Nachrichten‘ rechnen damit, dass für Reinier „wohl die nächste Ausleihe“ anstehen wird. Für den Spielgestalter heißt es dann alles auf Anfang und hoffen, dass er dann vielleicht bei einem spanischen Klub endlich in Europa Fuß fassen kann.

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